40 Prozent der Unternehmen haben "keine Zeit" für Informationen aus den Programmen

Business Intelligence: Der Handel verpasst seine Chancen

29. September 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Zurückhaltung des Konsumenten mag für den Handel ein Problem sein – eine andere Schwierigkeit ist hausgemacht: CIOs berichten in einer Aberdeen-Studie von Firmenleitungen, die nicht willens sind, Informationen aus BI-Programmen zu nutzen.
Treiber für das Implementieren von BI-Lösungen
Treiber für das Implementieren von BI-Lösungen

Der HandelHandel bestellt, aber der Kunde kauft nicht. Oder: Der Kunde will kaufen, aber das Regal ist leer. Umsatz, der wegen ineffektiver Lagerhaltung verloren geht, gilt bei allen Einzelhandelsunternehmen als neuralgischer Punkt. Dass drei von vier Unternehmen erklären, sie hätten Business-Intelligence-Software implementiert, ist daher keine Überraschung. Überraschend ist, wie wenig Nutzen aus diesen Programmen gezogen wird. Top-Firmen der Branche Handel

Laut einer aktuellen Untersuchung scheinen die Firmen jede Menge Informationen und Daten über ihre Kunden zu sammeln. 40 Prozent der Studien-Teilnehmer geben aber an, ihre Firma habe "keine Zeit", die Informationen aus den BI-Systemen sinnvoll zu verarbeiten. 32 Prozent bezeichnen ihr Unternehmen in diesem Punkt sogar als "unwillig".

Wo sind die Daten?

Herausforderungen bei der Arbeit mit BI-Software
Herausforderungen bei der Arbeit mit BI-Software

Und auch bei den Unternehmen, die willens sind, mit den Programmen zu arbeiten, gibt es Probleme: Bei 46 Prozent sind die Daten nicht zentralisiert, sondern liegen irgendwo im ganzen Betrieb verteilt herum. Ebenso häufig sind die Daten für eine Analyse nicht fehlerfrei genug.

CIOs kontern diesen Schwierigkeiten zum Beispiel, indem sie die Informationen durch Data-Cleansing-Projekte laufen lassen (58 Prozent der Nennungen) oder zunächst kleinere BI-Projekte starten, um über den ROIROI deren Effektivität zu beweisen (39 Prozent). Nicht jeder glaubt, sein Unternehmen könne es allein stemmen: 39 Prozent der Befragten holen externe Hilfe ins Haus, um Geschäftsprozesse zu verändern. 35 Prozent dagegen setzen auf kleine Teams mit Kollegen aus verschiedenen Abteilungen. Alles zu ROI auf CIO.de

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