Barc BI Survey

Business Intelligence: Fahrlässige Tool-Auswahl

07. Januar 2013
Von Nicolas Zeitler
Jeder fünfte Anwender verzichtet darauf, mehrere Lösungen miteinander zu vergleichen. Mit Folgen: Der Erfolg von BI-Projekten fällt messbar geringer aus.
Melanie Mack von Barc bemängelt, dass noch immer ein Fünftel der Unternehmen BI-Software ohne vergleichende Evaluierung auswählt.
Melanie Mack von Barc bemängelt, dass noch immer ein Fünftel der Unternehmen BI-Software ohne vergleichende Evaluierung auswählt.
Foto: Melanie Mack, BARC

Die sorgfältige Auswahl der geeigneten Software entscheidet über Erfolg oder Misserfolg von Business-Intelligence-Projekten. Eine Binsenweisheit, sollte man meinen. Doch der diesjährige BI-Survey des Würzburger Analystenhauses Barc zeigt, dass noch immer jeder fünfte Anwender darauf verzichtet, mehrere Lösungen miteinander zu vergleichen - mit dem Ergebnis, dass diese 20 Prozent die Ziele ihrer BI-Projekte in deutlich geringerem Maße erreichen als Unternehmen, die sich auf eine vergleichende Produktauswahl stützen.

"Der Anteil der Firmen, die nicht formal mehrere Lösungen evaluieren, ist zwar gegenüber den Vorjahren zurückgegangen, mit 20 Prozent aber nach wie vor zu hoch", sagt Barc-Analystin Melanie Mack. Immerhin: 61 Prozent der Anwender vergleichen mehrere Produkte, 19 Prozent evaluieren vor dem Einsatz immerhin eine Software.

Höhere Datenqualität durch vergleichende Evaluierung

Welchen Nutzen BI-Projekte Unternehmen bringen, bildet Barc in der jetzt im elften Jahr (den Titel "BI Survey 12" trägt die Veröffentlichung, weil die Nummerierung der Jahreszahl angepasst wurde) erschienenen Studie traditionell mit einem Business Benefits Index (BBI) ab: Die in diesem Jahr rund 3000 Befragten geben an, in welchem Ausmaß sie elf mögliche Ziele erreichen, darunter etwa mehr Kundenzufriedenheit oder bessere Datenqualität. Am häufigsten erreichen Unternehmen nach der diesjährigen Auswertung durch ihre BI-Projekte mehr Schnelligkeit in der Berichterstattung, vor höherer Genauigkeit und besseren Geschäftsentscheidungen.

Whitepaper: Der Nutzen des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) wird immer öfter zu einer zentralen Führungkraft in Unternehmen auf der ganzen Welt. Der Grund ist die zunehmende Relevanz von Daten. Denn Daten sind überall und allgegenwärtig; sie untermauern jede Transaktion, jeden Betrieb und jegliche Interaktion innerhalb und außerhalb von Organisationen. Daten sind aber auf eine Infrastruktur angewiesen, sie müssen gespeichert, archiviert, analysiert und gesichert werden. Dafür braucht es den CDO. In dieser IBM-Studie wird die Rolle des CDO durchleuchtet und gezeigt, welche Vorteile Unternehmen konkret von ihm haben.

Vergleicht man die einzelnen Nutzenaspekte mit den verschiedenen Methoden der Software-Auswahl, zeigt sich deutlich, dass Lösungen, die vergleichend evaluiert werden, höheren Nutzen stiften. Unternehmen, die diesen Weg gehen, kommen bei den vorderen drei wie auch bei allen anderen abgefragten Zielen auf weitaus bessere BBI-Werte als Firmen, die sich ohne viel Aufwand für ein Produkt entscheiden.

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