Ein effektives Miteinander von IT und Fachabteilungen

Business Rules Management in elf Schritten

19. Oktober 2009
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Geschäftsregeln können IT und Fachabteilungen helfen, ihre Anforderungen gegenseitig besser zu verstehen. Im Idealfall führt das zur oft ersehnten effektiveren Zusammenarbeit - zumal die technischen Angebote mittlerweile ausgereifter sind als noch vor einigen Jahren. Wie das klappt kann, verrät der US-amerikanische Anbieter Fico.
Bild: Stephanie Hofschläger / pixelio.de
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Foto: Pixelio/Hofschlaeger

Knappe Kassen und immer raschere Veränderungen des Geschäftsumfelds zwingen Unternehmen zu mehr Effizienz unter erschwerten Bedingungen. Einen Ausweg kann unter Umständen Business Rules Management (BRM) bieten, meint etwa die Capgemini sd&m AG, die Technologie-Services-Einheit der Capgemini-Gruppe in den deutschsprachigen Ländern. Geschäftsführer Stefano Trentini formuliert es so: "Der Business-Rules-Ansatz ermöglicht, Expertenwissen aus einzelnen Abteilungen für die ganze Organisation nutzbar zu machen."

Für die gewünschte Effizienz sorgt das BRM-Konzept, indem die IT konsequent an den Bedürfnissen der Fachabteilungen ausgerichtet wird. Die Fachabteilungen formulieren und pflegen selbst mit der technischen Unterstützung durch BRM-Systeme (BRMS) die Geschäftsregeln, denen die IT folgt. Die Geschäftslogik steigt gleichsam aus den Untiefen der Programmcodes hervor und wird transparent. Eine elegante Lösung für das ewige Problem der Reibungsverluste zwischen IT und Business - manchmal zumindest. Was es bei BRM zu beachten gibt, hat der Lösungsanbieter Fico in einem Leitfaden zusammengestellt.

1. Die Wahl der richtigen Lösung: Fico beginnt mit einer expliziten Warnung. BRM-Systeme dienen zur Automatisierung von Entscheidungen. Entsprechend lohnt sich ihr Einsatz nur für System- oder Geschäftsprozesse, in denen einigermaßen häufig wiederholbare Entscheidungen erfolgen. Bei Entscheidungen, die jedes Mal völlig unabhängig zu treffen sind, sei Business Rules Management kaum sinnvoll.

2. Einer Methode folgen: Wer sich für die Arbeit mit Geschäftsregeln und einem BRMS entschieden hat, kann noch lange nicht auf Best Practices in der Systementwicklung verzichten. In diesem Fall sei es sogar besonders wichtig, einer gut durchdachten Methode der Entwicklung zu folgen, meint FICO. Geschäftsregeln seien gut vereinbar mit Methoden wie der Modellierungsmethode Rational Unified Process (RUP) oder dem auf selbst organisierter Teamarbeit setzenden Scrum-Modell.