Die besten Arbeitgeber im Mittelstand

CAS Software gewinnt "Top Job Award 2009"

02. Februar 2009
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Der ehemalige Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Wolfgang Clement, hat am Freitagabend im Landschaftspark Duisburg-Nord die Gewinner des Mittelstandspreises "Top Job 2009" ausgezeichnet. 212 Unternehmen wetteiferten in sechs Kategorien darum, bester Arbeitgeber zu sein. Hauptpreisträger ist der CRM-Spezialist CAS aus Karlsruhe.
Martin Hubschneider, Vorstand der CAS Software AG, erhält den Hauptpreis "Arbeitgeber des Jahres". Links die wissenschaftliche Leiterin des Wettbewerbs Heike Bruch von der Universität St. Gallen. Rechts der Mentor der Preis-Verleihung Wolfgang Clement, Ministerpräsident a.D.
Martin Hubschneider, Vorstand der CAS Software AG, erhält den Hauptpreis "Arbeitgeber des Jahres". Links die wissenschaftliche Leiterin des Wettbewerbs Heike Bruch von der Universität St. Gallen. Rechts der Mentor der Preis-Verleihung Wolfgang Clement, Ministerpräsident a.D.

Beim Wettbewerb Top Job lassen sich Mittelständler mit 20 bis 5.000 Mitarbeitern darin vergleichen, wie hoch ihre Attraktivität für Arbeitnehmer ist. Die Personalexperten um Prof. Dr. Heike Bruch von der Universität St. Gallen vergeben dabei in sechs Kategorien Punkte. Dabei analysieren sie das Personalmanagement und befragen die Mitarbeiter online. Auffallend sei dabei, dass sich gute Bewertungen auch im Unternehmensergebnis niederschlagen, erklärte Prof. Bruch anlässlich der Preisverleihung: "Im Klartext: Gute Arbeitgeber haben auch wirtschaftlichen Erfolg."

Es lohne sich also, in die Zufriedenheit der eigenen Arbeitnehmer zu investieren. Aber: Es lohnt nicht zwingend, sich diese Zufriedenheit mit hohen Gehältern zu erkaufen. "Wir bezahlen absolut durchschnittlich", erklärte Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender der CAS AG, anlässlich der Preisverleihung in Duisburg.

Hubschneider erklärt sich den Erfolg seines Unternehmens eher mit weichen Faktoren: Alle zwei bis drei Monate nehmen die Mitarbeiter an einem Meeting über Ziele und Visionen teil. Neue Kollegen kommen aus dem eigenen Netzwerk rund um die Universität Karlsruhe. "Wir haben letztes Jahr 40 Diplomarbeiten betreut", sagt Hubschneider. Und schließlich: Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen bilden ein Frühwarnsystem, falls die Arbeit mal keinen Spaß mehr machen sollte. "Mich interessiert dabei besonders die Frage 'Wie zufrieden bist du in deinem Team?'", erklärt Hubschneider.

Bruch misst Attraktivität für Arbeitnehmer anhand folgender Indikatoren:

  1. Führung und Vision,

  2. Motivation und Dynamic,

  3. Kultur und Kommunikation,

  4. Mitarbeiterentwicklung und -perspektive,

  5. Familienorientierung und Demografie und

  6. Internes Unternehmertum.

Was sich hinter diesen Indikatoren verbirgt, wird anhand der Gewinner in den Einzelkategorien deutlich (siehe Bildergalerie).

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