Weiter rückläufige Besucherzahlen erwartet

Cebit-Aussteller signalisieren Optimismus

16. März 2004
Von Patrick Goltzsch
In der IT-Branche macht sich langsam Optimismus breit. Das spiegelt sich auch in der Planung der Unternehmen für die Cebit wieder.

Die Computermesse muss in diesem Jahr erneut einen Ausstellerschwund hinnehmen. Nach 6600 Unternehmen im letzten Jahr, präsentieren sich in den nächsten Tagen nur 6400 Firmen in Hannover. Unter den Fernbleibenden finden sich auch klangvolle Namen wie Hewlett-Packard, AMD oder Canon. Bei den teuren Mieten für die Messestände stellen sich in Zeiten knapper Kassen aber vor allem deutsche Unternehmen die Frage nach Aufwand und Ertrag. Ihre Zahl ist im Gegensatz zu ausländischen Anbietern nach wie vor rückläufig.

Den frei werdenden Platz nutzen viele der verbliebenen Firmen. Mehr als ein Drittel der Aussteller baut den eigenen Messeauftritt aus, so eine Umfrage von Mummert Consulting. Dabei tut sich besonders die Telekombranche hervor. Über die Hälfte der Unternehmen setzen auf eine stärkere Präsenz bei der Cebit.

Der Vergleich zum Vorjahr offenbart, dass 39 Prozent der ausstellenden Firmen ein stärkeres Engagement planen. Im Vorjahr trugen sich nur 22 Prozent der Aussteller mit solchen Plänen. Auch die Überlegungen zu einer Einschränkung der Präsenz gehen zurück. Nur noch vier Prozent der Firmen wollen ihr Engagement zurückfahren. Im vergangenen Jahr waren es noch zwölf Prozent.

Der sich abzeichnende Optimismus steht im Kontrast zur Skepsis unter den IT-Entscheidern. Nach der nicht repräsentativen Blitzumfrage unter den Lesern von CIO-Online planten bis Mitte Februar nur 42 Prozent einen Besuch in Hannover. 37 Prozent der insgesamt 310 Teilnehmer an der Umfrage planten keinen Besuch und mehr als ein Fünftel gab an, dass IT-Messen für sie keine Rolle spielten. Die Zurückhaltung steht im Einklang mit den Erwartungen der Messeleitung. Nach 560.000 Besuchern im Vorjahr, rechnet man bei der Cebit nur noch mit mehr als 500.000 Gästen.

Weitere Meldungen

Im 7-Tage-Fieber
IT-Manager meiden Cebit
Die Zeit der großen IT-Messen endet