Vor dem Hintergrund des NSA-Skandals

CeBIT macht Sicherheit und Datenschutz groß auf

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Das Thema Sicherheit drängt in alle IT-Bereiche. Auch vor dem Hintergrund des NSA-Skandals zeigen sich auf der CeBIT über 500 Unternehmen mit digitalen Sicherheitslösungen. Das sind so viele wie noch nie.
Am 10. März öffnet die CeBIT ihre Tore.
Am 10. März öffnet die CeBIT ihre Tore.
Foto: Deutsche Messe

Selbst wenn die großen Player im Security-Markt in den vergangenen Jahren zunehmend auf eigene Hausmessen und kleinere Fachkonferenzen setzen, ist Hannover gerade für kleinere und mittelständische Security-Unternehmen 2014 mehr denn je eine Reise wert. Hat die mediale Präsenz der Geheimdienste und ihrer Aktionen in den vergangenen Monaten doch den Blick fürs Thema DatenschutzDatenschutz und IT-Sicherheit geschärft und dem Anwenderinteresse gerade im EU-Raum enormen Rückenwind verliehen. Mit jedem neuen Happen, den die Snowden-Dokumente auswerfen, entstehen (Nach-)Fragen, die beantwortet werden wollen. Und wo könnten diese Antworten besser gegeben werden als auf der weltgrößten IT-Messe, auf der sich nach wie vor das Who-Is-Who der Anbieter, Anwender und weiterer Branchengrößen trifft. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Hochkarätiges Konferenzprogramm

Unter der Schirmherrschaft von Bitkom-Präsident Dieter Kempf, der dies in seiner Funktion als Beiratsvorsitzender der "Allianz für Cybersicherheit" tut, soll der CeBIT-Schwerpunkt SecuritySecurity den Informationsaustausch zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft fördern. Auch international ist für eine hochkarätige Besetzung gesorgt: Als diesjähriger Topsprecher der "CeBIT Global Conferences" (in Halle 8) hält Eugene Kaspersky, russischer IT-Sicherheitspapst und Gründer von Kaspersky Labs, einen Vortrag zum Thema "staatliche Überwachung durch internationale Geheimdienste" (Dienstag, 11. März, 10 Uhr). Einen Tag vorher spricht Microsofts "Trustworthy Computing"-Chef Scott Charney und auch im freitäglichen Vortrag von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales wird es mit Sicherheit um die Snowden-Affäre gehen, wenn auch eher unter dem Aspekt der Transparenz und Zugänglichkeit von Wissen und Informationen. Alles zu Security auf CIO.de

Der Messe-Donnerstag (13. März) steht ganz im Zeichen des Themas "Trust & Security" auf den Global Conferences. Dazu haben Omar Khan, der CEO des chinesischen Mobile-Security-Anbieters NQ Mobile und F-Secure-Forschungschef Mikko Hypponen ihr Kommen zugesagt. Hypponen spricht zum Thema "Schutz kritischer Daten und Infrastrukturen". Auch Trend-Micro-Geschäftsführer Raimund Genes, Cloudera-Strategiechef Mike Olsen (zum Thema sichere Big-Data-Anwendungen in der Cloud) und InfoWatch-Vertreterin Natalya Kaspersky werden Vorträge halten. Am Freitag, 14. März findet im Rahmen der Global Conferences abschließend noch ein Panel "Mobile Services & Security" statt.

Mit der "Special Conference Security" bekommt auch das eigentliche Messegeschehen in der Security-Halle 12 ein neues Vortragsprogramm. So informiert unter anderem der Heise-Verlag am Montag, 10. März zu "IT-Sicherheit und Recht". Am Dienstag, 11. März, gibt es eine Bitkom-Präsentation zu "IT-Infrastructure und Data Centers". Am Mittwoch, 12. März, schließlich stellt IBM dem interessierten Fachpublikum neue Sicherheitslösungen vor.

Viele große Player vertreten

Das besonders im deutschen Mittelstand wichtige Bochumer Security-Unternehmen G Data mit seinem großen Ausstellungsstand und umfangreichen Vortragsprogramm legt in diesem Jahr eine Pause ein. Von den zehn weltweit umsatzstärksten Playern sind aber dennoch sieben auf der CeBIT 2014 vertreten: Symantec (H12, C55), McAfee (jetzt als Teil von Intel), IBMIBM (H2, A10 und A44 sowie Pavillons P34 und P35), EMC (H12, auf dem erstmals rund 30 Hersteller umfassenden Heise-Security-Forum C51), Trend Micro (H12, C51), Kaspersky (H12, C55) und MicrosoftMicrosoft (Stände in Hallen 4, 6 und 9). Aus der europäischen Top-Ten-Liste kommt noch Sophos (H12, C77) hinzu. Der Schwerpunkt der Security-Aktivitäten liegt also erneut in Halle 12. Dort stellen unter anderem auch noch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (B62) sowie die Unternehmen Barracuda (C51), EgoSecure (C39), ESET (C40), Fortinet (C55), it Watch (C85), Palo Alto Networks (C51), Watchguard (C55) und Websense (C51) aus. Ein weiterer wichtiger Anbieter für Privatanwender, Avira, ist in Halle 7 (C40) präsent. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Wer sich über das abhörsichere "Merkel-Handy" informierten möchte - also das, welches die Kanzlerin früher nie benutzte und sich stattdessen lieber auf ihrem privaten Telefon von den USA bespitzeln ließ -, kann das bei Secusmart (H12, B74) tun. Der diesjährige Messe-Schwerpunkt der Mobile-Security-Experten liegt aber auf der komplett abhörsicheren "Merkel-Infrastruktur".

Datenschutz und Datensicherheit

Die CeBIT 2014 steht unter dem Leitmotto "Datability". Die Fähigkeit, riesige Datenbestände langfristig und richtig für das eigene Unternehmen zu nutzen, kann aber nicht ohne die Aspekte Sicherheit und Datenschutz funktionieren. Somit halten diese Punkte unmittelbaren Einzug in alle Bereiche der IT und werden auch für solche Messebesucher wichtig, die sich bislang vielleicht nur am Rande oder gar nicht damit auseinandergesetzt haben. "Der kompetente und sichere Umgang mit großen Datenmengen ist Voraussetzung für eine global funktionierende Marktwirtschaft. Ein Besuch der CeBIT wird für alle Entscheidungsträger und IT-Verantwortlichen zum Muss, die ihr Unternehmen fit machen wollen für den internationalen Wettbewerb", wirbt CeBIT-Vorstand Oliver Frese für einen Besuch in Hannover - auch und gerade auf den Messeständen der Security-Unternehmen und in den Vorträgen der aufgeführten Experten.