TK-Markt öffnet sich für Komplettlösungen

Chancen durch konver­gierende Dienste

27. September 2004
Von Detlef Scholz
Im gesättigten europäischen Markt für Telekommunikation bieten konvergierende Services neue Chancen für mobile und Festnetz-Carrier. Das Potenzial besteht aus einem Bündel aus Kundenbindung, Cross-Selling und Kosten senkenden Bundling-Angeboten. Das zeigt eine Studie von Frost & Sullivan.

Unter sich verschärfenden Wettbewerbsbedingungen im TK-Markt ist der Sektor "Service-Konvergenz" ein Mittel, um die Kundenbindung zu fördern. Er bietet Carriern die Möglichkeit, zusätzliche Dienstleistungen zu offerieren und Marktanteile auszubauen. Die Services werden zudem aufgrund von erhöhtem Komfort, massiven Kosteneinsparungen und verbesserter Tonqualität Sprachanwendungen vorantreiben.

Frost & Sullivan schätzt, dass ungefähr 4,5 Millionen Kunden in Europa derzeit Neuverträge unterzeichnen. Diese Anzahl wird bis zum Jahr 2010 auf 50 Millionen anwachsen. 13 Prozent der Vertragnehmer werden nach der Prognose zusätzliche Services telefonisch abonnieren. Die Wachstumsgeschwindigkeit ist eher gemächlich. Für 2007 erwarten die Analysten allerdings einen Schub.

Das Wachstum ist stark davon abhängig, wann die Services in den einzelnen Ländern angeboten und wie sie vermarktet werden. Eine kritische Rolle spielen dabei auch gesetzliche Regelungen. Denn die Carrier richten ihre StrategienStrategien danach aus. Gesetzliche Vorgaben machen sich vor allem dann bemerkbar, wenn ein Festnetz-Carrier zu einem MVNO wird (Mobile Virtual Network Operator). Alles zu Strategien auf CIO.de

Die Regelwerke des Gesetzgebers variieren von Land zu Land. Sie werden zudem angesichts der beträchtlichen Preisrückgänge durch konvergierende Services ständig verändert. In Dänemark haben MVNOs beispielsweise den Markt aufgemischt, indem sie die vorherrschenden Preisstrukturen auflösten.

Wem gehören die Kunden?

Die Marktaufnahme konvergierender Services wird den Analysten zufolge in den einzelnen europäischen Ländern stark variieren. Das liegt hauptsächlich an den jeweiligen gesetzlichen Regelwerken, dem unterschiedlichen Wettbewerbsdruck und dem Grad der Marktdurchdringung.

Die Anbieter konvergierender Dienste streiten sich intern darum, wem die Kunden gehören.
Die Anbieter konvergierender Dienste streiten sich intern darum, wem die Kunden gehören.
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