Kienbaum-Gehaltsstudie

Chefs der IT-Branche verdienen weniger als 2008

11. Dezember 2009
Von Nicolas Zeitler
179.000 Euro verdienen Geschäftsführer von IT-Unternehmen dieses Jahr im Durchschnitt. Das sind gut 3.000 Euro weniger als im Vorjahr. Insgesamt sind die Grundgehälter jedoch gegenüber 2008 um 3,7 Prozent gestiegen.

Die Grundgehälter sind in der IT-Branche wegen der Wirtschaftskrise gegenüber 2008 weniger stark gestiegen als in den Vorjahren. Betrug der Anstieg vergangenes Jahr noch 4,2 Prozent, liegt er dieses Jahr bei 3,7 Prozent. Das hat das Beratungsunternehmen Kienbaum in einer Umfrage unter 249 deutschen Firmen aus der IT-Branche ermittelt.

Die Geschäfte der Software-Häuser und Rechenzentrenbetreiber laufen demnach trotz Krise gut. Mehr als 80 Prozent der Firmen sprechen von einer durchschnittlichen oder gar überdurchschnittlichen Ertragslage. Gleichwohl passt sich die Gehaltsentwicklung der allgemeinen Marktsituation an.

Auf manchen Posten müssen die Mitarbeiter von IT-Firmen in diesem Jahr sogar mit weniger Geld auskommen als 2008. So verringerte sich das durchschnittliche Gesamtgehalt von Geschäftsführern um gut 3000 auf nunmehr 179.000 Euro. Eine Ebene unterhalb der Geschäftsführung können Führungskräfte hingegen 4000 Euro mehr einstreichen als im Vorjahr. Sie kommen auf Jahresgesamtbezüge von durchschnittlich 102.000 Euro. Nicht verändert hat sich laut der Studie das Einkommen der Fachkräfte. Sie kommen wie schon im Vorjahr auf rund 60.000 Euro.

Spitzenverdiener sind die Vorsitzenden und Sprecher der Geschäftsführung in den Unternehmen. Ihre Gesamtbezüge liegen bei 279.000 Euro und damit tausend Euro höher als im Vorjahr. Am schlechtesten bezahlt die IT-Branche Helpdesk-Spezialisten mit durchschnittlich 40.000 und Mitarbeiter in Vertriebsunterstützungs- und Assistenzfunktionen mit 41.000 Euro.

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