BDU-Studie

Chefs mit Digital-Know-how gehört die Zukunft

29. Mai 2015
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Manager, die sich mit IT auskennen, sind zurzeit bei den Unternehmen heiß begehrt. Diese Nachfrage wird sich in den kommenden Jahren noch erheblich verstärken. So lautet ein Ergebnis der aktuellen Marktstudie „Personalberatung in Deutschland 2014/2015“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU).

90 Prozent der befragten Personalberater über alle Größenklassen hinweg unterstützen die These, dass Führungskräfte heute und noch viel mehr künftig ohne vertiefende Kenntnisse der jeweils aktuellen IT- und Kommunikationstechnik kaum noch Chancen auf einen guten Job besitzen. Von dieser Entwicklung hat das Geschäft der deutschen Personalberater unter anderem profitiert.

Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatzplus der Gesamtbranche von 6,2 Prozent gerechnet.
Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatzplus der Gesamtbranche von 6,2 Prozent gerechnet.
Foto: apops/Fotolia

Der Gesamtumsatz der Branche legte im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Auch für das laufende Jahr bleiben die Headhunter optimistisch, der Verband rechnet mit einem Umsatzplus in der Gesamtbranche von 6,2 Prozent. Die Zahl der Positionen, die durch die Unterstützung von Personalberatern besetzt werden konnten, ist 2014 auf rund 53.500 (2013: 52.500) gestiegen.

Positives Gesamtergebnis

"Die gute Konjunktur, der erfreuliche Arbeitsmarkt sowie die anziehende Nachfrage der Unternehmen nach Kandidaten mit digitaler Umsetzungskompetenz haben 2014 für ein positives Gesamtergebnis für uns Personalberater gesorgt. Hohe zweistellige Wachstumsraten der Vergangenheit sind aus unserer Sicht aber nicht mehr erreichbar", kommentiert BDU-Vizepräsidentin Regina Ruppert das Ergebnis. Für das laufende Jahr 2015 haben Dreiviertel der Personalberater eine positive Umsatzprognose abgegeben. Bei den mittelgroßen Personalberatungen sind es sogar 83 Prozent. Lediglich sieben Prozent rechnen mit einer negativen Umsatzentwicklung. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft laut BDU in den Branchen Konsumgüter, Maschinenbau und Hightech.

Allerdings befindet sich auch die Personalberaterbranche in einem starken Wandel. Speziell in den letzten drei, vier Jahren haben Jobsuchmaschinen, Expertenplattformen und Social-Media-Kanäle wie XingXing oder LinkedinLinkedin stark an Bedeutung zugenommen. Nicht umsonst gaben 87 Prozent der Befragten an, dass die Unternehmen verstärkt in Eigenregie - mittels Active Sourcing über Online- und Social Media-Plattformen - auf Kandidatensuche gehen. Alles zu LinkedIn auf CIO.de Alles zu XING auf CIO.de

Der Markt für Personalberater

Im vorigen Jahr arbeiteten in Deutschland knapp 6200 Personalberater in rund 2000 Beratungsunternehmen. Insgesamt waren 2014 rund 11.900 Mitarbeiter in der Personalberatungsbranche in Deutschland beschäftigt. Grundlage der Studie "Personalberatung in Deutschland 2014/2015" ist eine Marktbefragung des BDU, an der sich rund 300 Beratungsgesellschaften beteiligt haben.

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