Mitarbeiter fordern strengeren Datenschutz

Chefs schludern bei der Sicherheit

15. Mai 2008
Von Tanja Wolff
Datenschutz soll Chefsache sein. Sicherheitsexperten aus aller Welt sind sich einig: Viele Geschäftsführer nehmen das Thema Sicherheit nicht ernst genug. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Herstellers Websense.
Gründe, warum Unternehmen zu wenig für einen effektiven Datenschutz tun.
Gründe, warum Unternehmen zu wenig für einen effektiven Datenschutz tun.

95 Prozent der Befragten meinen, dass die Chefs für den Schutz aller in einem Unternehmen gespeicherten Daten verantwortlich sein sollten. Das reicht von den Kunden- bis zu den persönlichen Daten der Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr waren nur 74 Prozent der Ansicht.

Zahlreiche Sicherheitspannen machen deutlich, wie sehr sich die Tragweite von DatenschutzDatenschutz und -missbrauch in jüngster Zeit verändert hat. So musste beispielsweise das Kreditkartenunternehmen GE Money in den USA 2007 den Verlust persönlicher Daten von mehr als einer halben Million Kunden einräumen. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Der Untersuchung zufolge ist die Verankerung der Sicherheit in der Chefetage und die explizite Verantwortung der Unternehmenslenker daher eine adäquate Forderung der Sicherheitsexperten. Mehr als ein Viertel von ihnen geht sogar soweit, dass sie eine juristische Haftbarkeit der Geschäftsleitung verlangen.

Sicherheit ist zu kompliziert

Mehr als drei Viertel der Teilnehmer werfen den Unternehmensleitungen vor, viel zu lax mit der Datensicherheit umzugehen. Fast die Hälfte glaubt, dass das daher kommt, weil die Chefs der IT-Sicherheit fälschlicherweise keine Priorität einräumen. 45 Prozent sind der Ansicht, dass Kostengründe das Management davon abhalten, aktiv zu werden. Fast ein Viertel meint, dass erst etwas getan wird, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden. 21 Prozent sagen, dass den Verantwortlichen die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu kompliziert sind.

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