Staatlicher Chemiekonzern Chemchina

Chinesen prüfen Kauf von SGL Carbon

27. Mai 2016
Der staatliche Chemiekonzern Chemchina ist am Technologieunternehmen SGL Carbon interessiert, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise.
SIGRAFIL 50k-Carbonfaser: SGL Carbon beliefert unter anderen den Autobauer BMW mit Carbonfasern.
SIGRAFIL 50k-Carbonfaser: SGL Carbon beliefert unter anderen den Autobauer BMW mit Carbonfasern.
Foto: SGL CARBON SE

Chemchina-Chairman Ren Jianxin, so das Blatt, soll schon diverse Gespräche mit SGL-CarbonSGL-Carbon-CEO Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten geführt haben. Die krisengeschüttelte Wiesbadener Firma, deren Eigenkapital bedrohlich gesunken ist, will sich von ihrem HauptgeschäftHauptgeschäft mit Grafitelektroden trennen, das unter einem ruinösen Preiskampf leidet. Top-500-Firmenprofil für SGL Carbon SE Top-Firmen der Branche Industrie

Dazu soll die Sparte bis Ende Juni via Carve-out verselbständigt werden. Parallel wurden Informationspakete an potenzielle Interessenten, Wettbewerber und Finanzinvestoren verschickt. Man warte nun auf "unverbindliche" Angebote.

Chemchina, berichtet das manager magazin weiter, würde am liebsten die komplette Firma übernehmen, sei aber offen für alles. Das Grafitelektrodengeschäft würde gut zur 2011 von den Chinesen erworbenen Beteiligung Elkem passen. Klatten ließ mitteilen, als "weltweit tätige Unternehmerin" rede sie "regelmäßig" mit internationalen Investoren. (rs)