Trend zu billigeren Smartphones

Chip-Designer ARM leidet

23. April 2014
Der Trend zu billigeren Smartphones bremst das Wachstum des erfolgsverwöhnten britischen Chipherstellers ARM – obwohl der Umsatz im ersten Quartal vergleichen mit dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 186,7 Millionen Pfund zulegte.

Vor einem Jahr waren die Erlöse allerdings noch um knapp ein Drittel gestiegen. Der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 97,1 Millionen Pfund zu. Unter dem Strich blieben 62,3 Millionen Pfund übrig, ein Fünftel mehr als vor einem Jahr.

Grund für die abgeschwächte Umsatzentwicklung ist vor allem, dass sich das rasante Wachstum bei SmartphonesSmartphones verlangsamt hat. Das spürt ARM bei den Lizenzeinnahmen. ARM-Produkte stecken in mehr als 95 Prozent aller Handys. Die Briten hoffen nun auf den nächsten Entwicklungsschub und rechnen mit deutlich steigenden Umsätzen aus dem Geschäft mit der Vernetzung von Alltagselektronik über das Internet. Die Briten erwarten für das Gesamtjahr weiter eine Umsatzentwicklung im Rahmen der Markterwartungen. Die ungewöhnliche Art der Prognose hat bei den Briten fast schon Tradition. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Die Analysten von Broker Liberum bemängelten vor allem die schwachen Lizenzeinnahmen für Prozessoren. Die Experten von Bernstein richteten den Blick voraus. Sie erwarten dank neuer Chips eine stärkere zweite Jahreshälfte. Der Konzern war mit seinen stetigen Zuwächsen in den vergangenen Jahre eine Ausnahme in der Halbleiterbranche. 2013 lag das Wachstum 18 Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt. (dpa/tö)

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