Hamburger IT-Strategietage


IT-Strategietage

CIO Frantz über die IT-Strategie der OMV

13. Februar 2014
Von Sven Ohnstedt
Marcus Frantz, Group CIO der OMV, über Integration, welchen Wert Informationen für das Unternehmen haben und die Herausforderung der Herauslösung von Geschäftseinheiten.
Marcus Frantz, Group CIO der OMV, auf den Hamburger IT-Strategietagen 2014.
Marcus Frantz, Group CIO der OMV, auf den Hamburger IT-Strategietagen 2014.
Foto: Foto Vogt

OMV ist traditionell ein zentral ausgerichteter Konzern. „Das macht meine Aufgabe nur bedingt leichter“, sagt Marcus Frantz. Die eigenen Öltürme stehen mitunter an unmöglichen Orten, zudem expandiert das Unternehmen zügig ins Ausland – in jüngster Zeit auch in Nordafrika. „Es muss schnell gehen, die Mitarbeiter müssen mit Informationen versorgt werden. Ebendies muss die IT leisten.“, so Frantz.

Er setzt auf StandardisierungStandardisierung und Harmonisierung. „So wenig Systeme wie möglich“, bringt es Frantz auf den Punkt – einheitliche Templates, verbindlich für alle Länder. SAPSAP biete dazu im Unternehmen zunehmend die Grundlage. Zwar werde intern auch über Mobilität und Konnektivität gesprochen, die Integration stehe jedoch im Mittelpunkt. „Nur so können Sie eine ideale Kostenposition erreichen“, erklärt der OMV CIO. Alles zu SAP auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Durch die konsequente Verbindung von IT und OT sollen die Informationsbedürfnisse der Mitarbeiter gedeckt werden. So werden beispielsweise Daten über einzelne Sensoren erfasst und ausgewertet. „Wir wollen Big DataBig Data als Begriff möglichst wenig verwenden“, sagt Frantz. Es gehe ihm einzig um die Sicht des Endanwenders: Den Mitarbeitern vor Ort müssen derartige Informationen zügig zur Verfügung stehen. Alles zu Big Data auf CIO.de

Informationen als Unternehmenswert

Das Unternehmen sieht Informationen mittlerweile als Vermögen an, sagt Frantz: „Sie bewegen uns zum Umdenken.“ Früher habe man beispielsweise das Sicherheitsrisiko einer Leitung an ihrem Druck festgemacht – je höher der Druck, desto höher das Risiko. „Wir haben gelernt, dass wir Leitungen mit geringem Druck nicht nebensächlich behandeln dürfen“, so Frantz. Die Sicherheit dieser Leitungen sei nun kein untergeordnetes Thema mehr.

Der Ansatz der Integration bringt jedoch einen entscheidenden Nachteil mit sich: Wie löst man eine verkaufte Geschäftseinheit wieder raus? Man sei dabei vom Käufer und dessen Vorstellungen abhängig. „Es muss einem bewusst sein, dass dabei hohe Kosten entstehen“, fasst Frantz zusammen.