Erfolgsfaktoren für eine Weltklasse-IT

CIO im Vorstand verbessert Firmen-Performance

21. Juni 2005
Von Ingo Butters
Kosten senken, um Freiräume zu schaffen. Das ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren jener Unternehmen, deren IT die Beratungsfirma Hackett-Group in einem Benchmark-Report als Weltklasse eingestuft hat. Auffällig ist, dass in allen Top-Unternehmen der CIO Mitglied des Vorstands ist.

Es kommt auf die richtige Prioritätensetzung an. Die von den Hackett-Analysten als "Weltklasse" ausgezeichneten Unternehmen geben beispielsweise 20 Prozent mehr für Software-Lizenzen aus als jene Firmen, die in der Studie im Mittelfeld gelandet sind. Auch sind bei den Spitzenfirmen Personalressourcen sichtbar anders verteilt: Bei ihnen arbeiten im Schnitt 53 Prozent der IT-Fachkräfte im Bereich Anwendungs-Management, nur ein Drittel beschäftigt sich mit der Infrastruktur. Unternehmen, deren IT als nur durchschnittlich bewertet wurde, setzen dagegen 49 Prozent im Bereich Infrastruktur und nur 38 Prozent der Mitarbeiter für das Applikations-Management ein.

Firmen der "World Class"-Kategorie haben um 18 Prozent geringere IT-Kosten. (Quelle: Hackett Group)
Firmen der "World Class"-Kategorie haben um 18 Prozent geringere IT-Kosten. (Quelle: Hackett Group)

Diese Umverteilung der Ressourcen ist den "World Class"-Firmen vor allem durch konsequentes OutsourcingOutsourcing, StandardisierungStandardisierung und Verringerung der IT-Komplexität möglich geworden. So setzen sie rund ein Drittel weniger Anwendungen pro 1.000 Nutzer als der Durchschnitt ein und arbeiten mit weniger Datenzentren. Über alle IT-Bereiche hinweg – Hardware, Anwendungen und NetzwerkeNetzwerke – haben sie außerdem einen signifikant höheren Standardisierungsgrad erreicht. Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Outsourcing auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Techniken über den gesamten Lebenszyklus optimal nutzen

Auch konzentrieren sich die CIOs dieser Unternehmen darauf, neue Technologien über deren gesamten Lebenszyklus hinweg optimal zu nutzen und in Geschäftsprozesse einzubinden. Beispielsweise indem sie auch nach der Implementierung einer Technik immer wieder Business Cases erstellen. Einmal gefällte Entscheidungen werden so immer wieder auf ihre Richtigkeit hin überprüft.