Bitkom fordert Aufwertung des IT-Managements

CIO mit eigenem Ministerium

29. August 2005
Von Tanja Wolff
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation, und neue Medien (BITKOM) fordert ein CIO-Ministerium. Laut dem White Paper "E-Government" soll dieses Amt dazu beitragen, dass E-Government-Projekte und Verwaltungsreformen in Deutschland besser gesteuert werden können.

Da Deutschland noch nicht ausreichend auf die künftigen Veränderungen vorbereitet sei, müsse in der Bundesrepublik, ein CIO im öffentlichen Bereich die Zuständigkeit für E-Government und Verwaltungsreformen in Behörden übernehmen. Im Rang eines Staatsministers würde nach den Bitkom-Forderungen direkt an den Bundeskanzler berichten. Der E-Government-CIO sollte mit den entsprechenden personellen Ressourcen einer Stabstelle und einem eigenen Etat ausgestattet werden. Seine Zuständigkeiten liegen bei der Planung, Steuerung und dem Controlling sämtlicher E-Government-Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen.

Ein regelmäßiges E-Government-Board müsse eingeführt werden, um diese Aufgaben umzusetzen. Laut der Analyse setzt sich dieses Board aus Entscheidern der entsprechenden Ressorts, Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und der Wirtschaft zusammen. Beschlüsse der Verwaltungsreform über Leitlinien, Standardprozesse und Informations- und Kommunikationstechnologien sind bindend und müssen auf der Ebene von Bund, Ländern und Kommunen ausgeführt werden.

Business Cases sind wichtig für alle Initiativen des E-Governments. Diese Geschäftsmodelle müssen mit messbaren Zielen versehen, konkret formuliert werden und auf der Maßnahmenebene operationalisierbar sein. Für die Öffentlichkeit muss eine vollständige Transparenz über Zielerreichung sowie Kosten und Nutzen hergestellt werden.