In eigener Sache

CIO steht für Cry It Out

20. November 2009
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Fragen Sie sich gelegentlich, was Sie mit Ihrem Titel noch alles Schönes anstellen könnten? Schon mal den "CIO-Approach" von Dr. Richard Ferber ausprobiert?

Hintergrund zum Bild: Hier sehen Sie einen Software-Verkäufer, der in puncto Betriebssysteme viele schmerzhafte Momente durchleben musste. Dr. Richard Ferber empfiehlt für diese Fälle den "Cry-It-Out-Approach", abgekürzt den "CIO-Ansatz". Ferber ist Kinderarzt und lehrt am Children‘s Hospital in Boston: "Lassen Sie Ihr Baby ruhig mal ein Weilchen schreien, bevor Sie es stillen."

Dieser Ansatz geht zurück auf ein Buch aus dem Jahre 1895, das von vielen nachfolgenden Autoren als unnötig, unnatürlich und potenziell schädlich angesehen wird. Aber man muss ja mal sagen: Wo Ferber recht hat, hat er recht. Software-Verkäufer schreien auch, wenn man ihnen nicht sofort jedes Release abnimmt oder auch mal eins auslässt. Aber das Schreien lässt mit der Zeit nach.

Wenn man lange genug wartet, schlägt es sogar um in freundliches Lächeln, wie jüngst in München geschehen. Nachdem Microsoft-Chef Steve Ballmer lange kein Vista verkauft hat, ist er jetzt viel aufmerksamer zu Kunden. Am 7. Oktober kam er sogar persönlich zu BMW, um ein Schlückchen aus der Windows-7-Flasche zu nehmen. Da freuen sich alle Eltern. Aber Vorsicht: Nicht zu lange mit dem nächsten Fläschchen warten. Allein die Furcht vor Liebesentzug kann dauerhafte Schäden hinterlassen - auch bei großen Kindern.