Falsche Diagnosen und veraltete Tools beim Performance Management

CIOs erfahren zu spät von Problemen

17. Februar 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Viele IT-Abteilungen vernachlässigen das Performance-Management von Geschäftsanwendungen. Zudem fehlt ein ganzheitlicher Ansatz für das IT-Service-Management. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

IT-Abteilungen überwachen mit Monitoring-Werkzeugen die verschiedenen Infrastruktur-Domänen in einer unternehmensweiten IT-Landschaft. Dazu gehören ServerServer, Storage-Systeme, Peripherie-Anwendungen sowie Desktops. Alles zu Server auf CIO.de

Schlechtes Monitoring, schlechte Leistung

Anders dagegen sieht es beim Performance-Management von Geschäftsanwendungen aus. Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass IT-Organisationen ihren internen Kunden nicht den gewünschten proaktiven, ganzheitlichen und geschäftsorientierten IT-Service anbieten. Zudem haben sie keine oder zu wenig Monitoring-Tools, um auf Anforderungen von Anwendern zu reagieren, bevor diese im Help Desk anrufen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Becoming Proactive In Application Performance ManagementPerformance Management“, die Forrester Research im Auftrag des Software-Anbieters Compuware durchführte. 87 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen antworteten, dass sie nur für einige geschäftskritische Applikationen bewährte Software-Werkzeuge zur Leistungsüberwachung einsetzen. Alles zu Performance Management auf CIO.de

Keine ganzheitlichen IT-Services

64 Prozent der befragten IT-Manager erklärten, dass sie von Leistungseinbußen oder Verfügbarkeitsproblemen bei Geschäftsanwendungen erst dann erfahren, wenn Endanwender diese dem internen Help Desk melden. Häufig ist es dann schon zu spät. Fällt nämlich eine zentrale Geschäftsanwendung häufiger und über längere Zeit aus, und steht deshalb die Produktion still, kann dies zu Kundenverlusten und erheblichen finanziellen Einbußen führen.

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