Gefahrenherd "Bring Your Own Device"

CIOs graut es vor privaten iPads

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur eine Minderheit der IT-Chefs hält private Geräte im Unternehmen für unbedenklich. Die Hälfte sieht laut ISACA-Umfrage pauschal jedes Privatgerät als Gefahr.
58 Prozent der CIOs weltweit halten es grundsätzlich für ein Sicherheitsrisiko, wenn Mitarbeiter eigene Geräte mit in die Firma bringen.
58 Prozent der CIOs weltweit halten es grundsätzlich für ein Sicherheitsrisiko, wenn Mitarbeiter eigene Geräte mit in die Firma bringen.
Foto: ISACA

Endnutzer, die ihre eigenen Geräte mitbringen, und Cloud ComputingCloud Computing - das sind in Sachen IT-Sicherheit die Hauptpunkte, die Entscheider umtreiben. Das berichtet die Organisation ISACA (Information Systems Audit and Control Association) in ihrem "IT Risk/Reward Barometer 2011". ISACA ist nach eigener Darstellung mit mehr als 95.000 Know-How-Trägern in über 160 Ländern der weltweit größte Interessensverband und der weltweit führende Anbieter von Weiterbildungen und Zertifizierungen in den Bereichen Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit von IT-Systemen, IT-Governance sowie IT-Risiko und Compliance-Management. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Punkt Eins kürzt ISACA mit BYOD ab, das steht für "Bring your own device". 58 Prozent der weltweit befragten 2.765 CIOs erklären, jedes von Beschäftigten selbst mitgebrachte Gerät stelle eine Gefahr für die Unternehmenssicherheit dar. Jeder Dritte (33 Prozent) nennt dagegen explizit eines der folgenden Geräte: SmartphonesSmartphones, Laptop/Netbooks, TabletsTablets, Breitband-Karten oder Flash-Treiber. Eine Minderheit von sechs Prozent ist der Meinung, kein selbst mitgebrachtes Gerät berge Sicherheitsrisiken. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Ein Blick auf Europa zeigt eine Abweichung von diesem weltweiten Durchschnittswert. 45 Prozent der europäischen Befragten erklären jedes Gerät zur Gefahr. Ihnen stehen 46 Prozent gegenüber, die das differenzierter sehen. Hierbei gelten insbesondere Laptops/Netbooks mit 18 Prozent der Nennungen und Flash-Laufwerke mit dreizehn Prozent als problematisch.

Stichwort Cloud Computing: Hier sind sich Europäer und Nord-Amerikaner weitgehend einig. Für 43 Prozent der Europäer und 42 Prozent der Amerikaner wiegen die Gefahren des Cloud Computing schwerer als dessen Nutzen. Jeweils 20 Prozent sehen es umgekehrt. Anders die Asiaten: 37 Prozent halten die Risiken für größer als den Nutzen, 24 Prozent widersprechen - aber eine relative Mehrheit von 39 Prozent vertritt die Auffassung, dass sich Gefahr und Nutzen ausbalancieren.