Rolle der IT-Leiter

CIOs haben schweren Stand in der Vorstandsetage

17. April 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
In Europas Vorständen haben CIOs immer noch relativ wenig zu melden. Nach einer McAfee-Umfrage verschaffen sich nur etwa 47 Prozent von ihnen auf Vorstandssitzungen zu IT-Themen Gehör.

Neue IT-Projekte stößt in fast der Hälfte der befragten Unternehmen nicht der CIO an. Stattdessen übernehmen Vorstandschef oder Geschäftsführer diese Aufgabe.

In einem Fünftel der Fälle tritt der Finanzvorstand als Sprecher der IT-Abteilung auf. Da erscheint es bedenklich, dass eine überwältigende Mehrheit der CFOs (71 Prozent) die IT lediglich als dienende Abteilung bewerten und von ihr in erster Linie System- und Netzsicherheit erwarten.

IT: strategische Bedeutung steigt

Die McAfee-Umfrage zeigt: 42 Prozent der Befragten ordnen der IT in ihrem Unternehmen in erster Linie eine strategische Bedeutung zu.
Die McAfee-Umfrage zeigt: 42 Prozent der Befragten ordnen der IT in ihrem Unternehmen in erster Linie eine strategische Bedeutung zu.

Immer häufiger betrauen Unternehmen ihre IT-Mannschaft jedoch damit, gemeinsam mit der Finanzabteilung auf die Einhaltung rechtlicher Auflagen, nachhaltige Geschäftsführung und einen sorgfältigen Umgang mit Risiken zu achten. Immerhin 42 Prozent der Befragten sind daher der Meinung: Die IT hat sich über ihre traditionelle Funktion als Mittel zur Kostensenkung hinaus zu einer strategisch wichtigen Ressource entwickelt.

Die Hauptaufgabe der CIOs sieht jeweils ein knappes Drittel der Studienteilnehmer in der Sicherung der Netze und Systeme beziehungsweise in der Schaffung der technischen Voraussetzungen für Umsatzwachstum.