Microsoft-Betriebssystem

CIOs halten sich bei Windows 7 zurück

17. Juli 2009
Von Nicolas Zeitler
Die meisten Firmen haben noch keine Pläne für den Umstieg auf Windows 7. Microsoft spricht dennoch schon von einer großen Nachfrage. Das neue Betriebssystem soll zum Jobmotor werden.

Nur 5,4 Prozent der Firmen wollen noch in diesem Jahr Microsofts neues Betriebssystem installieren. Ein Drittel hat dies wahrscheinlich im Laufe des kommenden Jahres vor. Und fast 60 Prozent der Unternehmen haben derzeit noch keine Pläne für einen Umstieg auf Windows 7. Das hat eine Befragung von ScriptLogic ergeben, einem Anbieter von Lösungen fürs Windows-Management. Eingefangen wurden dafür die Stimmen von 1100 IT-Entscheidern.

Die Ergebnisse klingen anders als die Euphorie, die MicrosoftMicrosoft derzeit auf seiner weltweiten Partnerkonferenz in New Orleans verbreiten lässt. Demnach rechnet der Hersteller mit einer wesentlich größeren Nachfrage als beim Vorgänger Vista. Bis Ende 2010 sollen bei Firmen und Privatnutzern insgesamt 177 Millionen Lizenzen für Windows 7 im Einsatz sein. Bei diesen Zahlen beruft sich Microsoft auf eine eigens in Auftrag gegebene Untersuchung des Analystenhauses IDC. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Demnach werde das neue Betriebssystem auch ein "globaler Jobmotor". Die auf dem ganzen Erdball zu erwartende Nachfrage werde 300.000 neue Arbeitsstellen schaffen. Insgesamt seien Ende 2010 sieben Millionen Stellen auf Windows 7 zurückzuführen, so John F. Grantz von IDC – das seien 19 Prozent aller IT-bezogenen Arbeitsplätze sowohl bei Anbieterfirmen als auch auf Anwenderseite. Den Bogen spannt IDC dabei sehr weit: Zu den mit Windows 7 in Verbindung gebrachten Stellen zählen 1,2 Millionen bei Hardware-Herstellern, 280.000 bei Software-Firmen, 1,5 Millionen bei Dienstleistern und Vertriebsfirmen, außerdem 4,2 Millionen bei Anwenderfirmen. Haupt-Profiteure von Windows 7 sind laut Microsoft die kleinen und mittelständischen Partner der Redmonder. Für jeden US-Dollar, den Microsoft mit Windows 7 einnehme, erhielten die Partner mehr als 18 US-Dollar.

Marcel Schneider, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, betont, Windows 7 sein ein "positiver Akzent" in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Laut der Befragung von ScriptLogic sind es allerdings gerade diese wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die viele Unternehmen von einem baldigen Umstieg auf das neue System abhalten könnten. So sagten 42,7 Prozent der Befragten, Zeit und Ressourcen seien die größten Hindernisse, die einer Einführung im Wege stünden. Zweitgrößte Hürde ist demnach die Kompatibilität mit Anwendungen. Sie mach fast 40 Prozent der CIOs Sorgen.

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