Vernachlässigte TCO-Berechnung

CIOs kennen Messaging-Kosten nicht

09. Mai 2005
Obwohl E-Mails aus dem Kommunikationswesen nicht mehr wegzudenken sind, wissen viele IT-Verantwortliche bei Finanzdienstleistern nicht, wie teuer sie der Einsatz von Message-Management-Systemen kommt. Allerdings gehen sie davon aus, dass ihr Etat künftig durch Sicherheitsmaßnahmen stärker belastet wird. Eine Möglichkeit der Kostenreduzierung sehen CIOs in der Auslagerung der Message-Management-Struktur. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des britischen Telekommunikationsanbieters BT in fünf Ländern.

Nur jeder zehnte IT-Chef in Deutschland weiß, was ihn E-Mails wirklich kosten. In den Niederlanden hat jeder zweite den Überblick über seine Total Cost of Ownership (TCOTCO) in diesem Bereich. Das Bewusstsein für die Gefahren durch Spam, Viren, Hacker und Pishing ist dagegen bei deutschen CIOs ziemlich ausgeprägt. 85 Prozent sagten, Viren seien für sie ein großes Thema. Alles zu TCO auf CIO.de

Den TCO ihrer E-Mail Systeme kennen viele CIOs nicht. (Quelle: Mori)
Den TCO ihrer E-Mail Systeme kennen viele CIOs nicht. (Quelle: Mori)

Und obwohl sie den TCO für ihre Message-Management-Systeme nicht kennen, erwarten sie weitere Kostensteigerungen. Jeder zweite glaubt, dass Compliance-Anforderungen und Mailbox-Management in den kommenden drei Jahren zu höheren Ausgaben führen werden. Unternehmen, die ihre Messaging-Infrastruktur bereits ausgelagert haben oder ein OutsourcingOutsourcing in Betracht ziehen, gehen jedoch von einer Verringerung ihrer Kosten aus. Dagegen erwarten Firmen, die Lösungen im eigenen Hause pflegen, eher eine Erhöhung. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Ein Anbieter reicht

Die Umfrage zeigte auch, dass die meisten CIOs mehrere Anbieter von Software und Services für ihre Messaging-Systeme in Anspruch nehmen. Fast ein Fünftel gab an, mit vier oder mehr Anbietern zusammenzuarbeiten. Deutsche CIOs machen hier jedoch eine Ausnahme: 78 Prozent arbeiten mit nur einem Anbieter zusammen.

Das Bewusstsein dafür, dass die Zusammenarbeit mit nur einem einzigen Partner dazu beitragen kann, das System-Management weniger komplex zu gestalten, ist durchaus ausgeprägt. Die meisten Befragten nannten als Vorteile dieser Strategie die vereinfachte Umsetzung von Regeln für Nutzer und Nutzergruppen, die einheitliche Schnittstelle für die Administration, geringere Kosten für Kontrollaufgaben und die beschleunigte Reaktionsfähigkeit bei Zwischenfällen.

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