US-Umfrage unter IT-Professionals

CIOs kommunizieren zu wenig

03. November 2003
Heinrich Seeger arbeitet als IT-Fachjournalist und Medienberater in Hamburg. Er hat über 25 Jahre IT-journalistische Erfahrung, unter anderem als Gründungs-Chefredakteur des CIO Magazins. Er entwickelt und moderiert neben seiner journalistischen Arbeit Programme für Konferenzen und Kongresse in den Themenbereichen Enterprise IT und Mobile Development, darunter IT-Strategietage, Open Source Meets Business, droidcon und VDZ Tech Summit. Zudem gehört er als beratendes Mitglied dem IT Executive Club an, einer Community von IT-Entscheidern in der Metropolregion Hamburg.
CIOs in amerikanischen Unternehmen sind ausgezeichnete IT-Strategen, haben aber Probleme, ihre Führungsrolle angemessen auszufüllen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von CIO USA unter 400 IT-Fachkräften.
IT-Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter häufiger zu Besprechungen bitten, rät Lorraine Cosgrove, Research-Redakteurin des amerikanischen CIO-Magazins.
IT-Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter häufiger zu Besprechungen bitten, rät Lorraine Cosgrove, Research-Redakteurin des amerikanischen CIO-Magazins.

Nur 15 Prozent ihrer Zeit wenden US-CIOs auf, um mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren. Besprechungen mit Führungskräften aus den Geschäftsbereichen belegen dagegen 41 Prozent ihres Zeitbudgets. Dieses Ergebnis der Umfrage, so Studienleiterin Lorraine Cosgrove, deckte ein Missverhältnis auf: Während die Belastung der IT-Teams zunehme, würden permanent Stellen abgebaut. Das mache häufigere Besprechungen der CIOs mit den Professionals erforderlich, um Kritik und Ideen aus der Mannschaft berücksichtigen zu können.

Darüber hinaus, so Cosgrove, sollten Führungskräfte permanent den Weiterbildungsbedarf ihrer Leute bewerten und Ressourcen zur persönlichen und professionellen Weiterentwicklung bereitstellen. Zusammengenommen erforderten diese Aufgaben mehr als 15 Prozent der Zeit eines CIOs. 71 Prozent der Befragten sehen das ebenso und verlangen von ihren Chefs mehr zeitliche Zuwendung.

Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche IT-Führungsarbeit ist nach Einschätzung der befragten Professionals strategisches Denken und Planen (74 Prozent), gefolgt von der Fähigkeit zu effektiver Kommunikation (71 Prozent) sowie dem Verständnis für Geschäftsprozesse und -abläufe (64 Prozent).

In deutschen Unternehmen wird unterdessen die Frage heiß diskutiert, ob IT-Personalbeschaffung, -führung und -qualifikation zu den Kernaufgaben von IT-Führungskräften oder ins Personalressort gehören. Peter Möller, Leiter Informationsmanagement bei den Hannoverschen Verkehrsbetrieben Üstra, hat sich diesen Aufgabenbereich auf die Fahne geschrieben; die Personalabteilung gestalte die Personalpolitik insgesamt. In puncto Beschaffung, GehaltGehalt und Qualifikationsmaßnahmen komme es aber durchaus zu "Richtungsdiskussionen" zwischen Fach- und Personalverantwortlichen, so Möller. Alles zu Gehalt auf CIO.de

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Thema: Gehalt

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