Analyse der Burton Group

CIOs lösen mit Cloud Computing ihre Rechenzentren ab

22. April 2009
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung eigener Rechenzentren kosten Unternehmen viel Zeit und Geld. CIOs wollen durch die verstärkte Nutzung Cloud-basierter IT-Services sowie den Bezug von Rechenleistung aus der "Wolke" die Größe und Komplexität ihrer Rechenzentren signifikant verringern.

Der ungebremste Bau von Rechenzentren ist für Unternehmen im Hinblick auf Kosten- und Energieeffizienz auf Dauer nicht tragbar. Die VirtualisierungVirtualisierung der IT-Infrastrukturen in selbst verwalteten Rechenzentren kann dieses Problem nur teilweise beheben. Eine zusätzliche Alternative stellt der Bezug von Cloud-Computing-Angeboten dar. Einige IT-Verantwortliche wollen ihre eigenen Rechenzentren sogar komplett eliminieren und in die "Wolke" verlegen. Chris Howard, Analyst beim US-Beratungshaus Burton Group, ist diesen Trends in dem Beitrag "The Cloud and You" nachgegangen. Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Cloud Computing bietet Potenzial für schnell realisierbare Einsparungen bei der IT. Für global agierende Firmen macht es allein aus Kostengründen keinen Sinn, in jedem Land ein eigenes RechenzentrumRechenzentrum aufzubauen. Sie sollten nach Ansicht des Analysten mit Hosting-Anbietern kooperieren, die Cloud-Computing-Services für die lokalen Niederlassungen zur Verfügung stellen können. Dadurch lassen sich unter anderem rechtliche Vorschriften für die lokalisierte Datenspeicherung einhalten. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Hybrid-Lösung aus Rechenzentrum und Cloud

Doch es gibt nicht nur Cloud-basierte Services in Form von "Infrastruktur in a Cloud", auch "traditionelle" IT-Rechenzentren sowie interne Rechenzentren bieten IT-Ressourcen inzwischen als Cloud-Services an. Dazu gehört beispielsweise die Datensicherung als "Backup as a Service". Dadurch verwischen die Grenzen zwischen traditionellen IT-Rechenzentren, Co-Location, Hosting und Cloud-basierten IT-Dienstleistungen.

In Zukunft werden IT-Administratoren insbesondere zusätzlich benötigte Rechenkapazitäten verstärkt über Cloud-basierte Services beziehen. Laut Chris Howard wird es bei der Nutzung solcher Dienstleistungen auf eine Hybrid-Lösung hinauslaufen. Unternehmen werden Geschäfts-Anwendungen teilweise intern verwalten, teilweise in die "Wolke" verlegen.

Diese Kombination macht eine sorgfältig strukturierte IT-Architektur erforderlich, die den funktionalen, sicheren und skalierbaren Betrieb der Lösungen gewährleistet. Dagegen sollen virtuelle "Cloud Data Center", bei denen Unternehmen die IT-Infrastruktur vom Anbieter A, die Datenhaltung von Anbieter B und das Netzwerk von Anbieter C beziehen, kein Thema sein.

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