Aufbau SOA-basierter IT-Landschaften

CIOs müssen sich an Idealbild orientieren

22. Dezember 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
CIOs, die mit Hilfe einer Service-orientierten Architektur (SOA) ihre IT-Landschaft sowie IT-gestützte Prozesse vereinheitlichen, sollten beim Aufbau einem Idealbild folgen. Damit lassen sich Optimierungs-Potenziale am besten realisieren.

Viele Unternehmen haben im Laufe der Jahre umfassende und meist heterogene IT-Landschaften aufgebaut. Diese basieren auf verschiedenen IT-Plattformen sowie Anwendungen unterschiedlicher Hersteller, die über zahlreiche Schnittstellen verbunden sind. Das kann IT-gestützte Geschäftsabläufe zum Teil erheblich beeinträchtigen, etwa wenn Schnittstellen im Rahmen von Updates oder Release-Wechseln angepasst werden müssen.

CIOs, die diese Probleme schrittweise oder lokal beheben wollen, doktern jedoch nur an Symptomen herum. Deshalb sollten IT-Leiter und IT-Architekten eine Ideallösung zur Optimierung der Unternehmens-IT entwerfen und sich daran orientieren. Eine SOA bildet die geeignete Basis, um geschäftliche Prozesse und Services durch IT bestmöglich zu unterstützen.

Die Umsetzung der Idealvorstellungen gelingt allerdings selten. Deshalb sollten dem Idealbild der Ist-Zustand sowie die operativen Anforderungen aus den Fachabteilungen während des gesamten Entwicklungsprozesses gegenübergestellt werden. Auf dieser Grundlage lässt sich ein Soll-Bild entwickeln, das kurzfristige operative und gleichzeitig langfristige strategische Anforderungen berücksichtigt.

Kern für die Weiterentwicklung bestehender Anwendungen nach dem SOA-Prinzip sind eine schrittweise Top-down-Gestaltung der unterschiedlichen Software-Schichten, die Strukturierung von Anwendungsdomänen sowie der Entwurf von Komponenten und Schnittstellen. Eine besondere Bedeutung kommt den Domänen zu. Diese bilden den Ordnungsrahmen für die Gruppierung verschiedener wiederverwendbarer Komponenten nach fachlichen Aspekten.

Außerdem müssen IT-Leiter und IT-Architekten Schnittstellen und Operationen definieren sowie eine Kopplungs-Architektur entwerfen. Diese fasst die Aspekte und Regeln zur Domänen- und Komponentenbildung sowie für das Zusammenbinden einzelner Komponenten zusammen. Sie bildet gleichzeitig die Folie zur Bewertung des Ist-Zustands sowie für den Aufbau von Ideal- und Sollkonzept für die Anwendungs-Software. Zu diesen Erkenntnissen kommt Johannes Willkomm, Berater beim IT-Dienstleister Capgemini sd&m, in einem Bericht zum Aufbau einer SOA.

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus