IT-Infrastruktur rüsten

CIOs sollen Internet der Dinge fördern

08. November 2011
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
CIOs sollten laut Gartner-Analysten jetzt Pilotprojekte für das Internet der Dinge anstoßen - denn dieses Konzept soll sich bis 2020 etablieren.
Internet der Dinge, das ist, wenn die Parkuhr über IP mitteilt, dass sie besetzt ist.
Internet der Dinge, das ist, wenn die Parkuhr über IP mitteilt, dass sie besetzt ist.
Foto: Steffen Zimmermann - Fotolia.com

Das Internet wird sich schon bald jenseits der klassischen Zugangstechnologien über den PC oder über mobile Geräte bewegen, schreiben die Gartner-Analysten John Mahoney und Hung LeHong. Beide fordern Unternehmen in einem Kurzreport auf, ihre IT operativ und strategisch auf diese Zukunft einzustellen und sich mit den Möglichkeiten des Internet der Dinge auseinanderzusetzen.

Mehr Internet-Adressen als Sterne im All

Die durch das Internet-Protokoll IPv4 vorgebene Anzahl möglicher Internetadressen beträgt etwas über vier Milliarden. Diese Zahl ist Meldungen aus den vergangenen Wochen zufolge beinahe ausgeschöpft. In der neuen Version IPv6 gibt es diese Grenze nicht mehr. Im Gegenteil: Die rund 340 Sextillionen (eine Zahl mit 36 Nullen) reicht aus, um jedem elektronischen Gerät auf diesem Planeten eine eigene Internet-Adresse zu geben. Zum Vergleich: Das sind mehr Internet-Adressen als es nach Schätzungen von Astronomen Sterne im Universum gibt.

Mit dieser immensen Zahl an festen Internet-Adressen wird es möglich sein, einzelne Geräte (oder beliebige Gegenstände, also auch organische Substanzen) miteinander zu verbinden, so dass sie kommunzieren, Daten austauschen oder Befehle entgegennehmen können. So kann etwa die Post heute schon ein Paket über ein Barcode oder RFID-Tag genau verfolgen, eine Parkuhr könnte über das Internet mitteilen, ob und bis wann sie belegt ist.

Oder, etwas visionärer: Eine Pflanze könnte einem Messfühler mitteilen, dass sie Wasser braucht. Der Fühler wiederum gibt diese Information über das Internet an eine Berieselungsanlage weiter. Schon an diesen, teils prosaischen, teils utopischen Beispielen wird die theroetische Bandbreite der Technologie deutlich: Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt. Vieles davon ist bereits aus herkömmlichen Mess- und Regeltechniken bekannt. Neu ist die, in der Regel drahlose, Kommunikation mit der Außenwelt über das Internet.