Mit welchen Maßnahmen CIOs reagieren

CIOs trotzen Wirtschaftskrise mit Gelassenheit

12. Februar 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Acht von zehn IT-Entscheidern erwarten, dass die Wirtschaftskrise ihr Budget nur unwesentlich beschneidet, wenn überhaupt. Governance und ein genauer Blick darauf, wie die End-User die Unternehmens-Software nutzen, sollen in der Krise helfen.
Die Krise und ihre möglichen Folgen stürzen CIOs nicht in Verzweiflung.
Die Krise und ihre möglichen Folgen stürzen CIOs nicht in Verzweiflung.

Tageszeitungen und Wirtschaftspresse mögen Zukunfts-Angst und schlechte Stimmung beschwören. Seit dem Dotcom-Crash um das Jahr 2000 herum habe die Welt keine solche Krise gesehen, heißt es. Wer es nicht mehr hören kann, sollte die IT-Abteilung seines Unternehmens besuchen. Laut einer weltweiten Studie von Freeform Dynamics reagieren sechs von zehn IT-Entscheidern bisher gelassen. Der CIO als Fels in der Brandung.

Nach den Zahlen des britischen Researchers erklärten Ende vorigen Jahres nur 14 Prozent aller IT-Entscheider, die Krise habe signifikante Folgen für ihr Budget. Weitere 28 Prozent rechnen im kommenden Jahr damit. Ihnen stehen 58 Prozent gegenüber, die sich von der Krisenstimmung nicht anstecken lassen. Davon halten 41 Prozent Auswirkungen zwar nicht für unmöglich, aber eher unwahrscheinlich. 17 Prozent zeigen sich zuversichtlich, dass sie nicht betroffen sein werden.

Auch diejenigen, die die Krise spüren, laufen nicht Amok. 45 Prozent rechnen mit Einschnitten in einzelnen, aber nicht-kritischen Bereichen. Weitere 34 Prozent erwarten lediglich, "dass der Gürtel insgesamt ein wenig enger geschnallt" werden muss.

Rund jeder Fünfte ist allerdings pessimistisch: 17 Prozent stellen sich auf "signifikante" Kürzungen ein. Vier Prozent sprechen sogar von "verheerenden" Folgen.