Cloud Computing


SaaS von Microsoft und IBM beliebt

CIOs zaghaft bei Cloud-Ausgaben

10. November 2010
Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
CIOs sehen die Wolke als IT-Modell der Zukunft, investieren aber nur zögerlich in die Cloud. Zwei von drei bezweifeln laut Portio Leistung und Verlässlichkeit.

Die überwältigende Mehrheit - 86 Prozent - der IT-Verantwortlichen in Europa glauben, dass Cloud Computing das wichtigste IT-Betriebsmodell der Zukunft ist. Allerdings soll der Anteil des IT-Budgets für Cloud-Services in den kommenden zwölf Monaten bei zwei Drittel der befragten Unternehmen weniger als 40 Prozent betragen. Das ergab eine Umfrage, des unabhängige Marktforschungsunternehmens Portio-Research im Auftrag des Telekom-Dienstleisters Colt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass im Vergleich zur analogen Befragung aus dem Vorjahr die Kenntnisse über Cloud-Services unter CIOs und IT-Führungskräften in den vergangenen sieben Monaten erheblich zugenommen haben. Über 68 Prozent der CIOs und deren Fachkollegen geben nun an, dass sie mit der Cloud-Technologie vertraut sind. Im letzten Jahr lag dieser Wert noch bei lediglich 44 Prozent. Dabei ist in England mit 77 Prozent das Wissen um Cloud Computing am weitesten verbreitet, gefolgt von Deutschland (75 Prozent), Frankreich (71 Prozent) und Italien (66 Prozent). Spanien weist den niedrigsten Wert auf: Dort gaben nur 58 Prozent der IT-Führungskräfte an, dass ihnen die Technologie bekannt ist.

Für die Studie hat Portio-Research im Mai dieses Jahres 352 europäische IT-Entscheider aus den fünf Ländern Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien (jeweils zu fast gleichen Anteilen) befragt. Im Vergleich zur Vorjahresbefragung zeigen sich weitere Veränderungen: Waren im letzen Jahr noch die Kostenvorteile das wichtigste Argument für die Einführung von Cloud-Lösungen, liegt . wenn auch nur knapp - in der aktuellen Befragung die hinzugewonnene Flexibilität auf dem ersten Platz.

Nach Ansicht von Adrian Saunders, Managing Director Colt Managed Services, zeugt das auch von den nachlassenden Auswirkungen der Wirtschaftskrise: "Die Ergebnisse zeigen, dass CIOs die Themen, die für sie kritisch sind, neu gewichten. Flexibilität ist nun statt Kostenersparnis deren wichtigstes Anliegen, da sie als CIOs für die zukünftigen Anforderungen ihrer Unternehmen vorsorgen müssen“, kommentiert der Colt-Manager. Im Hinblick auf die Einführung von Cloud-Services bleibt das Thema Sicherheit die größte Sorge: Sieben von zehn CIOs (71 Prozent) meldeten in diesem Punkt Bedenken an. Die Vorbehalte hinsichtlich der Leistung und Verlässlichkeit von Cloud Services sind seit dem letzten Jahr um zehn Prozent angewachsen machen 68 Prozent der Befragten Kopfzerbrechen.