1000 zusätzliche Stellen fallen weg

Citrix gliedert GoTo-Business aus

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um sich auf das Kerngeschäft rund um die sichere Bereitstellung von Anwendungen und Daten zu konzentrieren, will Citrix Systems das Business um seine Collaboration-Produkte aus der GoTo-Familie in eine eigenständige Company auszugliedern. Darüber hinaus werden 1000 Stellen gestrichen.
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Foto: Citrix

Wie Citrix in einer Mitteilung bekannt gab, sollen die Geschäftsbereiche um die Produkte GoToAssist, GoToMeeting, GoToMyPC, GoToTraining, GoToWebinar, Grasshopper und OpenVoice in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres in eine neue börsennotierte Gesellschaft übergehen. Zusammengerechnet erwirtschaftete Citrix im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Verkauf von GoTo-Produkten und -Services rund 600 Millionen Dollar.

Mit der Trennung von GoTo werde Citrix zu einem reinen SaaS (Software-as-a-Service) Unternehmen - mit einem klaren Fokus und der Flexibilität, um in sein Produktportfolio zu investieren, sagte Bob Calderoni, Interims-CEO und Präsident von Citrix. Die GoTo-Produktfamilie sei am besten dazu geeignet, um zu wachsen und als Standalone-Geschäft zu agieren, sagte er in einer Erklärung.

Gleichzeitig kündigte Citrix als erstes Ergebnis einer Überprüfung der Unternehmensstrategie eine "Neuanordnung der Ressourcen" an. Dieser werden voraussichtlich 1000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Ein Großteil der Entlassungen sowie der Umschichtung der Ressourcen soll laut Citrix im November und Januar stattfinden. Das Unternehmen erhofft sich damit Einsparungen von rund 200 Millionen Dollar jährlich, von denen 75 Prozent bereits im laufenden Geschäftsjahr realisiert werden könnten.

Die Überprüfung ist Folge einer Vereinbarung, die im Juli mit Elliott Management, dem mit rund 7,5 Prozent der Anteile größten Investor von Citrix, getroffen wurde. Elliott soll Berichten zufolge eine klare Fokussierung auf gewinnbringende Produkte und das Kerngeschäft um XenApp, XenDesktop, XenMobile, ShareFile und NetScaler gefordert haben. Im Zuge der vereinbarten Pläne räumte Ende Juli auch Citrix-Firmenchef Mark Templeton seinen Stuhl.

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