Gemischte Bilanz

Cloud-Erfolge retten Quartalsbilanz für Microsoft

25. April 2014
Microsoft befindet sich mitten in der Neuaufstellung. Die erste Quartalsbilanz, die der frisch gekürte Chef Satya Nadella präsentieren kann, fällt vor diesem Hintergrund gemischt aus. Es gibt jedoch jede Menge Lichtblicke.

In seinem ersten Quartal an der Spitze von MicrosoftMicrosoft muss sich der neue Konzernchef Satya Nadella mit einem geschrumpften Gewinn zufriedengeben. Im Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal verdiente der Windows-Hersteller unterm Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar. Das waren 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Nadella selbst zeigte sich zufrieden mit dem Abschneiden. "Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher wie Bing und Office 365Office 365 Home. Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an", erklärte er am Firmensitz in Redmond. Microsoft werde davon auch langfristig profitieren. Alles zu Office 365 auf CIO.de

Mit den Geschäftszahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Dass die Zahlen auf den ersten Blick schwächer ausgefallen waren, lag auch an ungünstigen Buchungseffekten.

Nadella hat die Devise "mobile-first, cloud-first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vor allem wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

Cloud-Geschäfte auf dem Vormarsch

Die Strategie scheint aufzugehen: Das sogenannte Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure wuchs um 150 Prozent. Auch die Cloud-Bürosoftware Office 365 verkaufte sich blendend. "Wir gewinnen Marktanteile hinzu", erklärte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner. Nadella hatte als symbolträchtigen Schritt jüngst das Office-Paket auch für Apples iPadiPad verfügbar gemacht. Office 365 zog im vergangenen Quartal eine Million neue Kunden an. Alles zu iPad auf CIO.de

Nadella will Microsoft mit dem Cloud-Geschäft unabhängiger vom geschrumpften PC-Geschäft und dem Betriebssystem Windows machen. Zuletzt mehrten sich allerdings die Anzeichen, dass die Talsohle hier erreicht sein könnte. Microsoft selbst berichtete von gestiegen Verkäufen besonders im Firmenkunden-Geschäft. Viele Unternehmen müssen ihre alten XP-Computer austauschen, da der reguläre Service für das alte Betriebssystem abgelaufen ist. Gleichzeitig stieg auch der Windows-Absatz im Privatkunden-Geschäft.

Am Freitag wurde der Zukauf von Nokias Handygeschäft abgeschlossen, mit dem Microsoft seinen Vorstoß auf SmartphonesSmartphones voranbringen will. Die alte Microsoft-Führung hatte es nicht geschafft, die Vorherrschaft des iPhones von AppleApple und von Smartphones mit dem Google-Betriebssystem AndroidAndroid zu brechen. Noch immer fristet das eigene System Windows PhoneWindows Phone ein Nischendasein, wenngleich die Marktanteile steigen. Im vergangenen Quartal legte der Umsatz im Geschäft mit dem Tablet Surface um 50 Prozent auf 500 Millionen Dollar zur. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de

Im Spielegeschäft verkaufte Microsoft in dem Quartal 1,2 Millionen Geräte seiner neuen Konsole Xbox One und weitere 800 000 Einheiten des Vorgängermodells Xbox 360.

Es ist das erste Mal, dass der Nadella die Quartalszahlen präsentierte. Der Firmenveteran steht seit Anfang Februar an der Spitze des Software-Konzerns. Er löste Steve Ballmer ab. Ihm steht beratend der Mitgründer und langjährige Chef Bill Gates zur Seite. (dpa/tö)

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