Über den Nutzen von IT-Trends

Cloud wird noch schlimmer als SOA

08. Januar 2011
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
SOA, Green IT, Cloud. Seit November überschlagen sich die Analysten wieder mit Trendvorhersagen für 2011. Zeit, mal grundsätzlich zu fragen: Wer profitiert eigentlich von solchen Hypes?
Im Oval Office des Hamburger Hotels Grand Elysée.
Im Oval Office des Hamburger Hotels Grand Elysée.

Am 9. Februar fragt das CIO-Magazin im Vorfeld der Hamburger Strategietage grundsätzlich nach dem Nutzen von IT-Trends. Ab 14 Uhr treffen sich Vertreter des CIO Colloquiums, Berater von Oliver Wyman und der Trendforscher Oliver Perzborn im Oval Office des Hamburger Hotels Grand Elysée.

Dabei geht es nicht um die Frage, wie tief SOA denn nun in das Tal der Desillusion abgestürzt ist. Oder ab wann Cloud den gleichen Weg nehmen wird. Es geht um die Frage, wer wirklich von solchen Trends profitiert: IT-Anbieter, Berater, Magazine oder womöglich sogar der CIO?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Natürlich kann auch ein CIO von IT-Trends profitieren, wenn er sie richtig nutzt. Auch wenn Trends wie SOA, Green IT oder aktuell Cloud eine überhöhte Erwartungshaltung schaffen, die sich irgendwann auch gegen den Trendsetter richtet. Auch wenn Cloud-Befürworter dies vermutlich noch härter treffen wird, als es SOA-Anhänger je getroffen hat - IT-Trends können dem CIO trotzdem helfen. Sie können Budget-Verhandlungen erleichtern - allerdings nur, wenn der CIO sie zum richtigen Zeitpunkt ins Rennen bringt. Es geht also um Expectation-Management, welches maßgeblich davon abhängt, ob ein Unternehmen sich zu Early Adoptern, Fast Followern oder Trend-Verweigerern zählt.

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