SaaS-Markt wächst um 22 Prozent

Collaboration-Applikationen geben den Ton an

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
CIOs geben im Jahr 2009 deutlich mehr Geld für SaaS aus als im Vorjahr. Wachstumstreiber sind Internet-basierte Content- und Collaboration-Lösungen sowie Office-Suiten. Dagegen stagnieren die Umsätze bei On-Demand-Lösungen für ERP und SCM.
Die Umsätze für SaaS-Anwendungen. Quelle: Gartner, 2009
Die Umsätze für SaaS-Anwendungen. Quelle: Gartner, 2009

Die Umsätze mit SaaS-basierten Geschäftslösungen, Technologien und Services werden in diesem Jahr mehr als 9,6 Milliarden US-Dollar erreichen. Das entspricht im Vergleich zum Jahr 2008 mit 6,6 Milliarden Dollar einer Umsatzsteigerung von knapp 22 Prozent. Bis zum Jahr 2013 wird der SaaS-Markt kontinuierlich wachsen. Er soll dann ein Umsatz-Volumen von 16 Milliarden Dollar erreichen. Diese Prognose wagt der US-Marktforscher Gartner in dem Trendbericht "Market Trends: Software as a Service, Worldwide, 2009-2013".

Wesentlicher Grund für das rasante Wachstum ist nach Aussage der Analysten die derzeitige wirtschaftliche Krise. Lösungen, die aus dem RechenzentrumRechenzentrum eines IT-Dienstleisters bei Bedarf über das Internet bezogen werden, sind in der Regel kostengünstiger als On-Premise-Installationen sowie schnell einsatzfähig. Beides trägt zu einem zeitnahen Return on Investment (ROIROI) bei. Außerdem entlasten CIOs auf diese Weise ihre derzeit knappen IT-Budgets. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de Alles zu ROI auf CIO.de

Kaum Wachstum bei ERP- und SCM-On-Demand

Der SaaS-Markt wächst jedoch nicht in allen Bereichen gleich stark. Die größten Marktpotentiale sehen die Marktforscher SaaS-basierten Office-Paketen und On-Demand-Lösungen für Digital Content Creation (DCC), etwa im Rahmen von Web-2.0-Initiativen. Für SaaS-Büropakete sollen die Umsätze im Jahr 2009 auf 512 Millionen Dollar steigen (Jahr 2008: 136 Millionen Dollar). Bei DCC sollen die Erlöse im selben Zeitraum von 70 Millionen auf 126 Millionen Dollar zulegen.

Den größten Marktanteil haben nach wie vor SaaS-basierte Kommunikations- und Collaboration-Suites für die Arbeit in verteilten Teams. Hier sollen die Umsätze auf 2,5 Milliarden Dollar im Jahr 2009 steigen im Vergleich zu 2,16 Milliarden im Vorjahr.