Farbausdrucke verboten

Compliance konterkariert Sparmaßnahmen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Appelle, sparsam zu drucken, kennt jeder Büroarbeiter. Dennoch drucken viele laut Brother mehr als vor zwei Jahren - nicht selten wegen rechtlicher Vorgaben.
Mit welchen Methoden Unternehmen beim Drucken sparen wollen laut Brother-Studie
Mit welchen Methoden Unternehmen beim Drucken sparen wollen laut Brother-Studie
Foto: Brother/Dokulife

Einerseits schaffen Unternehmen immer mehr Farblaser-Drucker an, andererseits sollen die Mitarbeiter möglichst nichts in Farbe ausdrucken. So paradox lesen sich die Ergebnisse der "Printerumfrage 12", die der Münchener Marktforscher Dokulife im Auftrag des Druckerherstellers Brother, Bad Vilbel, erstellt hat.

Teilnehmer der Studie sind nicht Entscheider, sondern IT-Anwender aus dem deutschsprachigen Raum. Knapp 8.700 Menschen haben sich beteiligt.

Doppelseitig Drucken als Standardeinstellung

Die häufigsten Drucksparmaßnahmen sind demnach Einschränken des Farbdrucks (35 Prozent der Nennungen) und das Etablieren von beidseitigem Druck (Duplex) als Standard (29 Prozent). Außerdem berichten die Anwender, dass Recycling-Papier eingeführt wurde und es nur Geräte eines einzigen Herstellers gibt (ebenfalls jeweils 29 Prozent).

27 Prozent der Befragten geben an, dass Tintenstrahldrucker abgeschafft wurden, 25 Prozent sprechen allgemein von weniger Geräten. Dass man sie und ihre Kollegen über Druckkosten aufklärt, berichten 19 Prozent der Umfrageteilnehmer.