Serviceanbieter profitieren von staatlichen Regulierungen

Compliance sorgt für höhere IT-Ausgaben

20. Dezember 2005
Von Tanja Wolff
Die IT-Budgets in Nordamerika und Westeuropa werden im nächsten Jahr um zehn bis 15 Prozent zunehmen. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Gartner beeinflussen besonders steigende Ausgaben für Compliance und Corporate Governance die IT-Budgets der Unternehmen.

Die Umfrage zeigt, dass Compliance-Bemühungen in den Vereinigten Staaten vom Sarbanes-Oxley Act (SOX) und in den anderen Ländern von ähnlichen staatlichen Regulierungen bestimmt werden. Die Folge sind höhere Ausgaben bei neuen IT-Projekten, die zur Unterstützung von Corporate Governance dienen.

"ProjekteProjekte, die nicht in ComplianceCompliance und Corporate Governance eingebunden sind, werden folglich aufgeschoben oder aufgehoben", sagt French Caldwell, Analyst bei Gartner. SOX behindere den Kauf von Software, die wichtig ist, um neue Technologien und Projekte zu entwickeln. Im zweiten Halbjahr 2005 habe es eine große Nachfrage nach IT-Lösungen, die den Umgang mit Compliance erleichtern, gegeben. Alles zu Compliance auf CIO.de Alles zu Projekte auf CIO.de

Obwohl Software nicht unbedingt benötigt wird, um SOX-Prüfungen zu bestehen, kann sie dabei helfen Compliance-Hürden besser zu nehmen, so die Studie. Im kommenden Jahr werden Firmen nur neue Software kaufen, wenn sie zusätzliche Funktionen für das Management von Geschäftsprozessen, Unternehmensleistung (Corporate Performance), Dokumenten, Aufzeichnungen oder Sicherheit enthält.

Laut der Untersuchung werden aber vor allem Serviceanbieter, die Beratung oder Dienstleistungen in Sachen Auditing, Prozess-Management, Workflow, Dokumentation oder Planung anbieten, von dem Compliance-Boom profitieren.