Gartner: Scheinbar günstige Angebote erweisen sich als Kostenfalle

Consumer PCs gehören nicht ins Büro

08. Januar 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Auch wenn die Technik-Freaks in der Firma quengeln: Consumer PCs gehören nicht ins Büro. Die Analysten von Gartner beobachten, dass Entscheider immer öfter mit den Geräten liebäugeln, weil sie kostengünstiger sind und sich der End-Nutzer freut, am Arbeitsplatz den gleichen Rechner vorzufinden wie zu Hause. Wer sich darauf einlässt, nimmt aber Nachteile wie instabile Plattformen und begrenzten Support in Kauf.

Dabei sind es gar nicht nur die User, sondern nicht selten auch noch die Führungsriege des Unternehmens, die ernsthaft den Einsatz von Konsumenten-Rechnern fordern. Nicht selten müsse sich der CIO dafür rechtfertigen, dass er teurere Enterprise-PCs einkaufe.

Das zu begründen, sollte jedoch niemandem schwerfallen, so Research Vice President Leslie Fiering. Denn Consumer PCs sind definitiv nicht für den Einsatz in Unternehmen gemacht, erst recht nicht in vernetzten Unternehmen. Dort sollten die Rechner standardisiert sein, was mit 08/15-Geräten für den Hausgebrauch nur unter hohem Aufwand zu bewerkstelligen ist. Schon kleinere Veränderungen im Firmen-System könnten große Mühen mit sich bringen, so die Analystin.

Konkret muss sich ein CIO bei der Kaufentscheidung auf folgende Punkte konzentrieren: Plattformstabilität, längere Produktzyklen (nicht unter 18 Monaten), System Design und Features, Qualitätssicherung, Sicherheit und Handhabbarkeit, Beratung durch den Vertriebskanal und PC Lifecycle Services.

In all diesen Punkten, so Leslie Fiering, können Consumer PCs den Profi-Geräten nicht das Wasser reichen. Das werde spätestens dann deutlich, wenn die IT-Mitarbeiter stundenlang in teuren Service-Hotlines hängen.

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