Uni Berkeley: HTML5 überholt Flash

Cookie-Gigant Google

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Zahl der Cookies auf Websites stieg 2011 nur moderat . Als besonders aktiven Verteiler machen die Wissenschaftler erneut Google aus.
Die Zahl auf Cookies den 100 größten Websites ist nur unwesentlich gestiegen.
Die Zahl auf Cookies den 100 größten Websites ist nur unwesentlich gestiegen.
Foto: Berkeley Center for Law and Technology

Im Internet kursieren immer mehr lokale Speicherobjekte auf HTML5-Basis. Dafür nimmt immerhin die Zahl an Flash Cookies ab. Diesen Eindruck legt jedenfalls eine Studie des Berkeley Center for Law and Technology der Universität Berkeley mit Unterstützung des Anbieters Abine und Good Research nahe.

Stoßrichtung des schon seit einigen Jahren bestehenden Studienprojektes ist es, eine empirische Grundlage für den Schutz der Privatsphäre im Internet zu liefern. „Unser Ziel ist die Definition und Quantifizierung von Vektoren zum Verbraucher-Tracking im Internet“, heißt es in der Studie. „Indem wir das unter Anwendung konsistenter Methoden langfristig machen, können wir empirische Aussagen zur aktuellen Lage beim Internet-Tracking und beim DatenschutzDatenschutz machen.“ Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Wechsel von Flash Cookies zu HTML5-Technologie

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Lage offenbar nicht alarmierend verschlimmert. Am Ausmaß des Problems ändert das gleichwohl wenig. Überdies findet derzeit eine signifikante Verschiebung von Flash Cookies auf HTML5-Technologie statt, und insbesondere GoogleGoogle ist nach wie vor auch eine gigantische Cookie-Verteilungsplattform. Das Berkeley Center erinnert daran, dass vor 15 Jahren lediglich 23 der meistbesuchten Websites Cookies verwendeten, während es mittlerweile alle tun. Alles zu Google auf CIO.de

Methodisch basiert die Studie auf einem großangelegten Scan. Die 25.000 meistbesuchten Websites laut Quantcast wurden allesamt angesurft, hinzu kamen längere Aufenthalte auf den 100 und 1000 populärsten Seiten. Ein Login erfolgte nirgendwo. Wie in den Vorjahren wurde hinterher ausgewertet, was via Mozilla-Browser alles verteilt wurde. Selbstverständlich dient nicht jedes Cookie und auch nicht jedes HTML5-Local-Storage-Objekt dem Sammeln von Nutzerdaten zu kommerziellen Zwecken. Die Studie misst nur deren Verbreitung in der Annahme, dass sich so auch das Ausmaß an Tracking-Aktivitäten grob nachvollziehen lässt.

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