Symantec-Umfrage

Cyber-Attacken: Firmen rufen den Staat um Hilfe

19. November 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Firmen sehen sich ungenügend vor Angriffen geschützt. Zum Teil ist das Problem hausgemacht: Verantwortliche klagen über zu wenig Sicherheitsschulungen.
Die IT-Infrastrukturen mancher TK- oder Finanz-Unternehmen sind nach Ansicht von Symantec so bedeutend, dass Angriffe auf sie die nationale Sicherheit gefährden. Unternehmen dieser Kategorie arbeiten häufig mit staatlichen Stellen zusammen, um Gefahren einzudämmen.
Die IT-Infrastrukturen mancher TK- oder Finanz-Unternehmen sind nach Ansicht von Symantec so bedeutend, dass Angriffe auf sie die nationale Sicherheit gefährden. Unternehmen dieser Kategorie arbeiten häufig mit staatlichen Stellen zusammen, um Gefahren einzudämmen.
Foto: Symantec

Vater Staat als Beschützer vor Hackern? Manager glauben daran. Das geht jedenfalls aus dem "Critical Infrastructure Protection (CIP) 2010 Report" hervor, für den der Sicherheitsanbieter Symantec 1580 Unternehmen aus 15 Ländern befragt hat. Aus Deutschland haben 52 Firmen teilgenommen.

Alle Teilnehmer verfügen laut Symantec über eine Infrastruktur, die "so bedeutsam ist für Wirtschaft und Gesellschaft, dass eine erfolgreiche Attacke die nationale Sicherheit ernsthaft bedrohen würde." Sie stammen aus den Branchen Energie, Finance, Healthcare, IT, Kommunikation und Notfalldienste (Emergency Services).

Mehr als jedes zweite dieser Unternehmen (53 Prozent) erklärt, mindestens einmal von Hackern angegriffen worden zu sein, die ein "bestimmtes politisches Ziel" verfolgten. Im Schnitt verzeichneten sie zehn Übergriffe in den vergangenen fünf Jahren. Acht von zehn Entscheidern gehen davon aus, dass solche Attacken zunehmen.

Hilfe suchen die Betroffenen bei staatlichen Stellen. Neun von zehn Studienteilnehmern erklären, hinsichtlich eines Schutzprogramms für kritische Infrastrukturen mit einer staatlichen Einrichtung zusammenzuarbeiten. Über die Hälfte von ihnen (56 Prozent) tut das nach eigenen Worten engagiert bis sehr engagiert.