E-Mail-Marketing

Darauf kommt es an, wenn E-Mails ankommen sollen!

30. Januar 2003
Von Torsten Schwarz
E-Mail gilt als vielversprechendstes Instrument für das Direktmarketing. Werbung per E-Mail ist äußerst kostengünstig aber nur scheinbar einfach, weil die Grenze zum Spam - der unerwünschten Werbung - schnell überschritten ist. In seinem Beitrag gibt Torsten Schwarz Tipps zum effektiven Einsatz.

Die E-Mail ist das wachstumsstärkste Direktmarketing-Instrument. Nach der Jahresumfrage des Deutschen Direktmarketing Verbands (DDV) unter 300 direktmarketingtreibenden Unternehmen ist E-Mail-Marketing noch vor Werbebriefen und Telefonmarketing das Marketingthema Nummer eins, das in den nächsten drei Jahrenam stärksten an Bedeutung gewinnt. 32 Prozent der vom Marktforschungsinstitut E-Dialog im April 2002 befragten 300 US-Marketingleiter bezeichnen die E-Mail als das effektivste Marketing-Instrument. Bei 82 Prozent rangiert sie unter den drei wichtigsten Marketing-Tools. Während die Ausgaben für Direktmarketing 2001 gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent sanken, wuchs der E-Mail-Umsatz um acht Prozent auf 1,3 Milliarden Euro (Deutsche Post/NFO Infratest, September2002).

Gescheiterte E-Mail-Kampagnen

Einziger Wermutstropfen in der derzeitigen Euphorie sind gescheiterte Kampagnen, bei denen Marketingleiter die Regeln des klassischen Direktmarketings einfach auf die E-Mail übertragen haben. Bei der E-Mail gelten andere Regeln. Das fängt damit an, dass sichergestellt sein muss, dass der Empfänger dem Bezug von E-Mails vorher zugestimmt haben muss. "Permission Marketing" heißt diese neue Werbeform. Nur wenn die E-Mail erwünscht ist, kommt sie gut an. Unangeforderte E-Mail-Werbung verärgert potenzielle Kunden, beschädigt die Marke und verursacht nicht zuletzt erhebliche Mehrkosten. Weil skrupellose Spam-Versender massenhaft E-Mail-Postfächer mit Werbung überfluten, reagieren Empfänger zunehmend gereizt auf alles, was nach unangeforderter E-Mail aussieht.

In diesem Kapitel E-Mail-Marketing verraten Ihnen ausgewiesene Experten in 18 Beiträgen, was Sie beachten müssen, damit Ihre E-Mails richtig ankommen und Sie zu den Gewinnern des E-Mail-Marketings gehören.

Adressen gewinnen und pflegen

Adressverteiler sind das wandelnde schlechte Gewissen vieler Unternehmen. Kunden werden doppelt angeschrieben. Interessenten werden zu spät oder gar nicht angeschrieben, weil Fehler bei der Adresseingabe auftraten. Vermeintliche Interessenten werden angeschrieben, obwohl sie umgezogen, ausgeschieden, desinteressiert oder längst tot sind. Beim E-Mail-Marketing pflegt sich der Verteiler selbst. Der erste Beitrag verrät Ihnen, wie das funktioniert und wie Sie neue Adressen gewinnen. Interessenten tragen sich selbst ein und wieder aus. Empfänger können selbst bestimmen, zu welchen Themen sie wie oft informiert werden wollen. Die E-Mail bietet bequeme und automatisierte Funktionen, um vorhandene Adressen weiter anzureichern.

Der zweite Beitrag beschreibt eine der wichtigsten Funktionen: die automatisierte Rückläuferbearbeitung. Unzustellbare Adressen werden automatisch vom Verteiler genommen. Eingabefehler können automatisch erkannt und sofort korrigiert werden. Der Artikel nennt die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten sollten, wenn Sie Adressen mieten.