Zukunftsprognosen von Roland Berger

Das Auto im Jahr 2025

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
IT und Internet werden noch stärker ins Auto einziehen. Dafür müssen sich aber Automobil- und IT-Industrie noch kräftig einander annähern, wie der Report "Automotive Landscape 2025" verrät.
Die Zukunft hat schon begonnen. Das Konzeptfahrzeug BMW Vision ConnectedDrive.
Die Zukunft hat schon begonnen. Das Konzeptfahrzeug BMW Vision ConnectedDrive.
Foto: BMW AG

Geopolitische Veränderungen, demografischer Wandel, Nachhaltigkeit, die Weiterentwicklung von Mobilität und Technologien: Das sind für die Berater von Roland Berger die fünf Megatrends, die die weltweite Automobilindustrie in den kommenden 15 Jahren "grundlegend verändern" werden.

Aus den Megatrends leitet Roland Berger zehn Entwicklungen ab, die sich für die kommenden Jahre abzeichnen. Dazu gehört etwa die Verlagerung des gesamten Automobilgeschäfts Richtung Asien. Davon, so Berger, werden nicht nur die Produktionsstandorte betroffen sein, sondern auch der Vertrieb: "Ein erheblicher Teil der Kunden wird künftig aus Asien stammen und Produkte nachfragen, die auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind". Allein von dieser Entwicklung sind nach Berechnung von Roland Berger mehr als 300.000 Arbeitsplätze in der Automobilproduktion Europas betroffen.

Die starke Nachfrage aus dem asiatischen Markt, speziell den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China), werde zudem zu einem wachsenden Anteil von kleinen und kostengünstigen Autos führen, schätzt Roland Berger. Die Absatzmärkte in USA und Europa würden dagegen weitgehend stagnieren. Dazu mag auch beitragen, dass Autos bei der jüngeren Generation an Prestige verlieren würden.

Auto wird kein Statussymbol mehr sein

"Ausgehend von einer Entwicklung in den Industrienationen werden sich die Werte radikal ändern. Für jüngere Menschen wird das Auto immer weniger ein Statussymbol darstellen", sagt dazu Philipp Grosse Kleimann, Partner bei Roland Berger und Co-Autor der Studie. Besonders in großen Metropolen sei der Besitz eines eigenen Autos nicht mehr nötig, um von A nach B zu kommen. Der daraus abgeleitete "Trend zur Demotorisierung" bestehe daher schon heute, so Grosse Kleimann.

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