TPM 2.0 und Trusted Computing

Das BSI warnt niemanden vor Windows 8

22. August 2013
Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mit einer Stellungnahme auf aktuelle Sommerloch-Berichterstattung zu angeblicher Kritik an Windows 8 reagiert.

Und die beginnt mit einem klaren Satz: "Das BSI warnt weder die Öffentlichkeit, deutsche Unternehmen noch die Bundesverwaltung vor einem Einsatz von Windows 8Windows 8." Zwar sieht die Bundesbehörde durchaus einige Probleme beim Zusammenspiel des Microsoft-Betriebssystems mit einem Sicherheits-Chip Trusted Platform Module (TPM) in der künftigen Version 2.0; für bestimmte Nutzergruppen könne der Einsatz von Windows 8 in Kombination mit einem TPM aber durchaus einen Sicherheitsgewinn bedeuten. Alles zu Windows 8 auf CIO.de

Hierzu gehörten Anwender, die sich aus verschiedenen Gründen nicht um die Sicherheit ihrer Systeme kümmern können oder wollen, sondern dem Hersteller des Systems vertrauen, dass dieser eine sichere Lösung bereitstellt und pflegt. Dies sei ein berechtigtes Nutzungsszenario, so das BSI weiter, der Hersteller sollte jedoch ausreichende Transparenz über die möglichen Einschränkungen der bereitgestellten Architektur und mögliche Folgen des Einsatzes schaffen.

Generell sollte es IT-Anwendern ermöglicht werden, einen selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit Informationstechnik zu pflegen, schreiben die Experten. Dazu gehöre beispielsweise auch die Möglichkeit, nach eigenem Ermessen alternative Betriebssysteme und Anwendungen einsetzen zu können.

Damit diese Voraussetzungen auch weiterhin mit Windows und dem Trusted Platform Module erreicht werden können, bleibe das BSI mit der Trusted Computing Group ebenso wie mit den Herstellern von Betriebssystemen und Hardware im Austausch, um für die Anwender sowie auch für den Einsatz in der Bundesverwaltung und in kritischen Infrastrukturen geeignete Lösungen zu finden.

"Zeit Online" hatte gestern mit einer Meldung für viel Rauschen im Blätterwald gesorgt, dass Trusted Computing eine Hintertür für den US-Militärgeheimdienst NSA darstelle. Dass diese Pauschalbehauptung Unsinn ist, kann man unter anderem bei "heise online" ausführlicher nachlesen.

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