Warum CIOs Bedenken haben

Das große Zögern bei der Virtualisierung

09. September 2008
Von Alexander Galdy
Bei Virtualisierung gehen in deutschen Unternehmen Wunsch und Wirklichkeit deutlich auseinander. Sie haben zwar große Erwartungen an die Technologie, zögern aber, diese umzusetzen. Sie fürchten die Komplexität der Infrastruktur-Planung und Steuerung virtualisierter Umgebungen.

Virtualisierung setzt sich in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nur zögerlich durch. Deutsche IT-Entscheider gehen davon aus, dass bis 2011 nur rund ein Drittel ihrer IT virtualisiert sein wird. Im Durchschnitt sind europäische CIOs deutlich offensiver mit ihrer Prognose: Sie erwarten, dass in drei Jahren die Hälfte der IT virtuell laufen wird.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des britischen Marktforschers Coleman Parkes im Auftrag von HPHP. Demnach erwarten die meisten CIOs und IT-Leiter von einer VirtualisierungVirtualisierung vor allem eine höhere Verfügbarkeit (63 Prozent) und eine Kostensenkung (61 Prozent). Danach folgen Senkung der Energiekosten und verbesserte Business Continuity (jeweils 50 Prozent). Alles zu HP auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Unerfüllte Erwartungen

Allerdings sind die IT-Verantwortlichen nicht allzu zuversichtlich, dass sie diese Ziele auch erreichen. Bei den Punkten Risikominimierung und Kostensenkung ergaben sich auf einer Skala von eins (überhaupt nicht zuversichtlich) und fünf (sehr zuversichtlich) die Werte 3,3 und 3,5. Ebenso durchwachsen fallen die Ergebnisse hinsichtlich erhöhter Business-Agilität (3,1), höhere Effizienz (3,4) und Wettbewerbsvorteilen (2,6) aus.

Für rund die Hälfte der deutschen CIOs ist Virtualisierung mittlerweile ein Werkzeug, um den Geschäftserfolg zu optimieren, und nicht nur eine Technologie. Fast neun von zehn IT-Entscheidern sehen sogar darin eine Strategie und nicht bloß eine taktische Maßnahme.

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