iPad


Kein LTE aber andere Innovationen

Das neue iPad und der Funk

20. März 2012
Von Patrick Woods
Apple bewirbt das neue iPad als das Mobilgerät, das mit den meisten Mobilfunkstandards kompatibel ist. Ausgerechnet für den neuen LTE-Standard gilt das nicht. Dafür werden andere Funktechniken voll ausgeschöpft.
Unterwegs schnell surfen? Leider nur per UMTS möglich.
Unterwegs schnell surfen? Leider nur per UMTS möglich.
Foto: Apple

Die schlechte Nachricht: Das neue iPad nutzt für LTE-Funk andere Frequenzen als in Europa üblich sind. Nutzer in Deutschland und Österreich werden deshalb aller Voraussicht nach nicht mit LTE-Geschwindigkeit surfen können. AppleApple gibt an, dass das neue iPad die Frequenzen 700 und 2100 MHz unterstützt. In Deutschland sind jedoch nur die Frequenzbänder 800 und 2600 MHz für LTE freigegeben und entsprechend im Einsatz. Alles zu Apple auf CIO.de

LTE für wenige

Die Bundesnetzagentur hat diese Frequenzen 2010 an die deutschen Provider versteigert, der Netzausbau ist bereits weit fortgeschritten. Die Frequenzen sind fix, Netzbetreiber können nicht ohne Weiteres neue Frequenzen nutzen. Demnach ist das "iPad 4G" nur in Nordamerika, genauer: USA und Kanada ein echtes iPad 4G. Auf der anderen Seite steckt LTE für mobile Geräte noch in den Kinderschuhen.

Kunden können in ländlichen Gebieten zwar bereits seit einiger Zeit einen LTE-Anschluss für zuhause bestellen, Tarife und Flatrates für mobile Geräte gibt es derzeit aber nur vereinzelt. Dies liegt daran, dass aktuell nur ein einziges LTE-Smartphone auf dem deutschen Markt ist. Einfach in ein Handygeschäft gehen und um eine Prepaid-LTE-Simkarte für sein iPad bitten: das geht noch nicht.

Von Apple haben wir noch keine Stellungnahme oder Erklärung dazu bekommen, wie es sich mit LTE außerhalb von Nordamerika verhält. Apples Aussage auf der eigenen Homepage ist jedoch eindeutig, wenn auch indirekt formuliert: "4G LTE wird von AT&T und Verizon Mobilfunknetzen in den USA unterstützt und von Bell, Rogers und Telus Mobilfunknetzen in Kanada."