Rückenpatient?

Das Rückentraining fürs Büro

19. August 2015
Susanne Köppler ist freie Autorin in München.
Vor dem Fernseher oder im Büro – die Deutschen sitzen zu viel. Das kann Auswirkungen auf die Rückenmuskulatur haben und zu Rückenproblemen führen. Um nicht als Rückenpatient zu enden, können einige kleine Übungen helfen, den Rücken zu stärken.
Volkskrankheit Rückenschmerzen: Mit einfachen Übungen können Sie Ihrem Rücken etwas Gutes tun.
Volkskrankheit Rückenschmerzen: Mit einfachen Übungen können Sie Ihrem Rücken etwas Gutes tun.
Foto: Andrey Popov - shutterstock.com

Der menschliche Rücken muss in einem Leben eine Menge aushalten. Dabei ist nicht alles, was wir ihm antun, gut für ihn. Die Deutschen sitzen laut der Untersuchung "Wie gesund lebt Deutschland?" der DKVDKV in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln bis zu sieben Stunden am Tag. Ein Großteil davon kommt im Büro zusammen. Tägliches Sitzen im Büro und zu wenig ausgleichende Bewegung können den Rücken auf Dauer schädigen und zu Schmerzen führen. Die Volkskrankheit Rückenschmerzen kann man jedoch mit einfachen Übungen, die man auch gerne zwischendurch im Büro machen kann, leicht umgehen und seinen Rücken fit halten. Top-500-Firmenprofil für DKV

Prävention und erste Form der Therapie

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich der renommierte Wirbelsäulenspezialist Martin Marianowicz mit dem Rücken. Er ist Verfechter der Verhinderung von OPs und möchte dafür sorgen, dass die Menschen seine ärztlichen Dienste im besten Fall gar nicht erst in Anspruch nehmen müssen. Gemeinsam mit Barbara Becker hat er nun eine Fitness-DVD auf den Markt gebracht, die die "60 besten Rückenübungen der Welt" beinhalten soll. Diese Übungen sind laut Marianowicz nicht nur die erste Stufe der Therapie, wenn man bereits Rückenschmerzen hat, sondern dienen auch der Prävention.

Die Übungen können hinsichtlich Zeit und Intensität individuell angepasst und durchgeführt werden. Drei verschiedene Programme stehen zur Auswahl, die sich mit dem unteren, dem oberen oder dem ganzen Rücken beschäftigen. Marianowicz bezeichnet Bewegung in unserer Gesellschaft als Luxus, für die man sich die Zeit nehmen sollte und appelliert an die Selbstverantwortung der Menschen. Er ist überzeugt davon, dass jeder, der sich ein wenig bewegt, etwas Gutes für sich und seinen Rücken tut, um nicht auf dem OP-Tisch zu landen.

Übungen fürs Büro

Gerade im Business-Alltag bleibt häufig wenig Zeit für konsequentes und regelmäßiges Training. Eine Möglichkeit, in der Mittagspause oder nach dem Frühstück schnell und unkompliziert etwas Gutes für seinen Rücken zu tun, sind kurze, effektive Übungen im Stehen. Wir haben für Sie die besten bürotauglichen Übungen herausgesucht:

Den Rücken selbst heilen

Der Wirbelsäulenspezialist Martin Marianovicz ist davon überzeugt, dass die meisten Rückenleiden ohne Operation geheilt werden können.
Der Wirbelsäulenspezialist Martin Marianovicz ist davon überzeugt, dass die meisten Rückenleiden ohne Operation geheilt werden können.
Foto: Privat

Sollte es für eine präventive Herangehensweise bereits zu spät sein, da die Beschwerden schon eingetreten sind, muss in den seltensten Fällen operiert werden, davon ist der Wirbelsäulenspezialist überzeugt. Neben der aktuellen DVD hat Marianowicz ein neues Buch herausgebracht. In diesem wird die neue, ganzheitliche Rückentherapie vorgestellt, mit der 80 Prozent der OPs des Rückens überflüssig werden sollen. "Den Rücken selbst heilen" heißt das Buch, welches die neuesten Erkenntnisse aus der Rückenmedizin und der Schmerzforschung enthält, um Rückenprobleme endlich loszuwerden.

Durch die multimodale Behandlung sollen Rückenschmerzen effektiv vorgebeugt werden, unabhängig davon, ob es sich um akute Beschwerden oder chronische Schmerzen handelt.Das Rückenprogramm besteht aus drei Schritten. Im ersten Schritt wird der akute Schmerz bekämpft. Im zweiten geht es um die ganzheitliche Bewältigung des Schmerzes und im dritten Schritt soll der Schmerz dauerhaft abgestellt werden. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass ein Rücken, der schmerzt, keine Schonung und Bettruhe benötigt, sondern moderate Bewegung.

Zur Startseite