Studie zu mobilen Arbeitsplätzen

Das Überall-Office macht zufriedener

16. Dezember 2010
Von Christa Manta
Mobile Arbeitsplätze steigern die Produktivität um 25 Prozent, senken die Kosten um 16 Prozent und sorgen für zufriedenere Mitarbeiter. Das fand eine Studie von Steria Mummert Consulting heraus.
Foto: snaptitude - Fotolia.com

Sie sind zwar seltener da, aber sie arbeiten produktiver. Statt nur eines Büros, haben sie viele. Dennoch kostet es weniger. Und obwohl sie auch zu Hause für die Firma erreichbar sind, sind sie zufriedener als ihre "Nine-to-Five"-Kollegen.

Wenn das Thema "flexibel arbeiten" diskutiert wird, dann steht oft der Verdacht der Chefs im Raum, dass die Mitarbeiter ihre Freiheiten zu sehr auskosten. Liegen Sie auf der heimischen Couch und sind unproduktiv, statt im Büro zu sitzen? Mitarbeiter befürchten wiederum, dass das Überall-Office ohne die gewohnte Trennung von Heim und Arbeitsplatz auf Dauer zum Burn-Out führen kann.

Eine aktuelle Studie der IT-Beratungsgesellschaft räumt diese Zweifel aus: Mobile Arbeitsplätze steigern die Produktivität um 25 Prozent, lautet eines der Ergebnisse. Außerdem werden die Kosten um 16 Prozent gesenkt. Wer zu Hause, unterwegs beim Kunden oder in anderen neuen Modellen arbeitet, ist um 15 bis 25 Prozent zufriedener als seine Kollegen im Büro. Eine mobile Arbeitsweise macht demnach nicht nur die Mitarbeiter glücklich(er) sondern auch die Unternehmensleitung.

Erst drei bis sieben Prozent arbeiten mobil

Ein klares Plädoyer für den flexiblen Arbeitsplatz, für das Home Office, das Büro in der S-Bahn, beim Dienstleister, beim Lieferanten oder Kunden. Aller Vorteile zum Trotz arbeiten bisher höchstens sieben Prozent der Arbeitnehmer ausschließlich mobil. Diese Zahl würde aber in den kommenden Jahren rasant zunehmen. 2020 könnte der Anteil der Mobile Workers bereits bei 20 Prozent liegen, prognostiziert Alexander Kaszubiak, Senior Consultant bei Steria Mummert Consulting.

Kaszubiak mahnt aber auch, das Wohl der Beschäftigten nicht aus dem Blick zu lassen. "Natürlich müssen im Home-Office die gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmungen gelten." Spezielle Schulungen für die Mitarbeiter zu Themen wie Zeitmanagement, Stressbewältigung und Stressmanagement würden helfen, einer möglichen Selbstausbeutung vorzubeugen und eine gesunde Work-Life-Balance zu gewährleisten.

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