Use your own Device

Das UyoD-Konzept von Rehau-CIO Thomas Schott

06. Juni 2013
Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Thomas Schott, CIO der Rehau Gruppe, hat nichts dagegen, wenn die Anwender mit eigenem Equipment arbeiten.
Thomas Schott, CIO der Rehau Gruppe
Thomas Schott, CIO der Rehau Gruppe
Foto: REHAU AG & Co

Dass er auch mal dreieinhalb Wochen ohne Handy und Internet auskommen kann, hat Thomas Schott im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Da fuhr er mit dem Rad von Lhasa nach Kathmandu - ohne Verbindung zu dem, was wir Zivilisation nennen. "In der Gruppe waren mein Freund und ich die Einzigen, die kein Smartphone dabeihatten", berichtet der CIO des Kunststoffverarbeiters RehauRehau: "Danach war es gar nicht so einfach, wieder in unsere hochtechnisierte Welt zurückzukehren." Top-500-Firmenprofil für Rehau

Seinen Mitarbeitern und Anwendern will Schott diese Erfahrung keinesfalls aufdrängeln. Im Gegenteil: Sie dürfen sogar von zu Hause aus auf eine ganze Reihe von Unternehmensanwendungen zugreifen. Use your own Device oder UyoD nennt Schott dieses Konzept. "Als kürzlich ein ganzes Stockwerk in unserem Bürogebäude mit dem entsprechenden Lärm saniert wurde, konnten die Mitarbeiter zu Hause bleiben oder eher gehen und von zu Hause quasi nahtlos weiterarbeiten", berichtet er.

Ohne E-Mails und Dropbox

Möglich machen das beispielsweise die intensive Nutzung der Collaboration-Werkzeuge SharepointSharepoint OCS und die damit verbundene Synchronisation von E-Mails, Kalendereinträgen sowie File-Sharing. "Der Anwender muss sich darüber gar nicht groß Gedanken machen", berichtet Schott, "er setzt sich einfach zu Hause an den PC und arbeitet weiter an seiner Powerpoint-Präsentation, die er gerade noch in der Firma erstellt hatte." Alles zu Sharepoint auf CIO.de

Was aussieht wie reine Bequemlichkeit für die Nutzer, ist für die IT noch viel nützlicher. Auf diese Weise erübrigen sich nämlich das Versenden von Unternehmensdaten an private E-Mail-Briefkästen oder die Nutzung von Speicherdiensten wie Dropbox mit ihrer fragwürdigen Sicherheit. Die Anwender laden sich dafür ein Cookie aus dem Unternehmensnetz und beantragen zweierlei: ein Passwort sowie ein Token als doppelte Absicherung gegen unautorisierten Zugriff. Unter anderem wegen dieser Lösung belegte Schott beim letztjährigen Wettbewerb "CIO des Jahres" den sechsten Platz in der Kategorie Großunternehmen.

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