Am 13. März 1989 setzte das CERN eine Evolution in Gang

Das Web wird heute 20

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Tim Berners-Lee heißt der Mann, der vor zwanzig Jahren am Genfer CERN ein Hypertext-System aufbaute. Das heißt heute www und ist, wie die Analysten von Gartner schreiben, zur Selbstverständlichkeit im Alltag geworden. Zeit für eine weltweite Würdigung.
So sehen Sieger aus: Sir Dr. Timothy J. Berners-Lee, seit 1989 Erfinder des www und seit 2004 Ritter von Königin Elisabeth II., und vermutlich seit Studiumszeiten Karohemdenträger.
So sehen Sieger aus: Sir Dr. Timothy J. Berners-Lee, seit 1989 Erfinder des www und seit 2004 Ritter von Königin Elisabeth II., und vermutlich seit Studiumszeiten Karohemdenträger.
Foto: Wikimedia Commons, Uldis Bojars

Schüler hocken sich vor den PC und surfen durchs Internet, um ihre Referate zu schreiben. Iranische Exilanten stellen zensierte Filme bei YouTube ins Netz. Hausfrauen klicken die Homepages von Versicherern an und recherchieren, wo die Familie Geld sparen kann. Sie alle tun, was Tim Berners-Lee 1989 gewollt hat: Aus dem WorldWideWeb Informationen ziehen. Am 13. März 1989 stieß er ein Projekt mit dem schlichten Titel "Informationsmanagement: Ein Vorschlag" an.

Der Physiker Timothy J. Berners-Lee war damals 33 Jahre alt und arbeitete am europäischen Kernforschungszentrum (CERN) in Genf. Sein ursprüngliches Ziel war zunächst, auf möglichst einfache Art mit den Kollegen Forschungsergebnisse auszutauschen. Heute feiert ihn das amerikanische Time-Magazin als eine der herausragendsten Persönlichkeiten des 21. Jahrhunderts und vergleicht ihn mit Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks.

Die Gartner-Analysten Fernando Elizalde und Amanda Sabia gehen davon aus, dass das www für die heute 10- bis 24-Jährigen "in ihrem täglichen Leben eine wichtige Rolle spielt". Das gelte vor allem dann, wenn Text-, Audio- und Video-Angebote kostenlos angeboten werden.

Ende 2008 war weltweit bereits jeder fünfte Haushalt per Breitband ans Internet angebunden, so die Analysten weiter. Wenn es im jetzigen Tempo weitergeht, dürfte es 2012 jeder Vierte sein.

Zur Startseite