Erfolgreiche Firmen siedeln das Thema auf der Führungsebene an

Data Recovery erfordert zentrale Strategie

31. Oktober 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Gestern führte Data Recovery noch ein Schattendasein, heute rückt es immer stärker ins Licht - Kostenbewusstsein und Compliance sei Dank. Die Analysten von Aberdeen empfehlen, das Thema gleich richtig anzugehen und eine unternehmensweite Strategie zu entwickeln. Denn CIOs, die Data Recovery auf der Führungsebene ansiedeln, erfüllen ihre Ziele häufiger als die Kollegen, die der Sache weniger Priorität einräumen.
Service Level Agreements haben sich bisher noch nicht durchgesetzt.
Service Level Agreements haben sich bisher noch nicht durchgesetzt.

Zunächst einmal geht es ums Geld: 62 Prozent der Teilnehmer der Aberdeen-Studie nennen hohe Kosten durch Datenverlust als Treiber Nummer Eins für Investitionen in Data Recovery Management. Auf Platz zwei liegt mit 58 Prozent der Nennungen ComplianceCompliance vor der wachsenden Datenmenge (41 Prozent). Mehr als jeder Zehnte (elf Prozent) gibt zu, dass Vorfälle, bei denen Daten verloren gehen, zunehmen. Alles zu Compliance auf CIO.de

Rund sechs von zehn Unternehmen (61 Prozent) erklären DatenschutzDatenschutz und Data Recovery Management denn auch zu Themen mit hoher Priorität. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Die Botschaft hören die Analysten wohl - allein ihnen fehlt der Glaube. Zu wenige Taten folgen den Worten. Beispiel Service Level Agreements (SLAs): 51 Prozent der Studienteilnehmer haben keine internen SLAs vereinbart, die Data Recovery für die Anwendungen beinhalten. Nur weniger als ein Viertel (23 Prozent) haben dies getan. 15 Prozent erklären, sie hätten zwar SLAs, konnten aber nicht angeben, inwieweit Data Recovery einbezogen ist. Elf Prozent haben nur SLAs für geschäftskritische Anwendungen ausgemacht.

Das ist nicht genug, so die Mahnung der Analysten. Sie haben die Studienteilnehmer in besonders erfolgreiche Firmen ("Best in Class"), Durchschnitt und vertrödelte Firmen ("Laggard") eingeteilt und die StrategienStrategien der "BiCs" mit denen der anderen Unternehmen verglichen. Fazit: Die Musterschüler, das sind 20 Prozent aller Befragten, verfolgen beim Data Recovery signifikant häufiger einen strategischen Ansatz als die anderen Firmen. Alles zu Strategien auf CIO.de

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