Ernst-&-Young-Studie

Datenklau: Die Angst vor China

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Fast alle Unternehmen erwarten, dass Wirtschaftsspionage und Datenklau zunehmen wird. Besonders fürchten sie sich vor Attacken aus China und den eigenen Mitarbeitern.
Wie Dr. Stefan Heißner feststellt, Leader Fraud Investigation & Dispute Services EMEIA Central Zone bei Ernst & Young, steigt in deutschen Unternehmen die Angst vor Datenklau.
Wie Dr. Stefan Heißner feststellt, Leader Fraud Investigation & Dispute Services EMEIA Central Zone bei Ernst & Young, steigt in deutschen Unternehmen die Angst vor Datenklau.
Foto: Ernst & Young

Auf Entwarnung stehen die Zeichen nicht: Eine große Mehrheit von 96 Prozent der deutschen Unternehmen rechnet damit, dass Fälle von Datendiebstahl allgemein steigen. Davon glauben 35 Prozent an einen starke Zunahme, 61 Prozent zumindest an eine leichte Zunahme. Das geht aus der Studie "Datenklau: Neue Herausforderungen für deutsche Unternehmen" hervor, die Stefan Heißner von den Düsseldorfer Wirtschaftsprüfern Ernst &Young unter 400 Entscheidern geleitet hat.

Auch auf die Frage nach dem eigenen Unternehmen zeigen sich die meisten Befragten pessimistisch. 61 Prozent sehen sich aktuell in Gefahr, 65 Prozent denken, dass das Risiko steigt.

Die Autoren der Studie wollten wissen, wo Unternehmen die größten Bedrohungen sehen. Die Angst vor ausländischer Konkurrenz ist demnach mit 21 Prozent der Nennungen am höchsten. 16 Prozent misstrauen außerdem ihren eigenen Mitarbeitern, 15 Prozent der Konkurrenz aus dem Inland.

Jeweils zwölf Prozent führen darüber hinaus Online-Plattformen wie etwa Wikileaks und ehemalige Mitarbeiter an. Jeder Zehnte fürchtet, sein Unternehmen könne Opfer staatlicher ausländischer Stellen oder Geheimdienste werden.

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