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Kundendaten an Externe

Datenpanne: Allianz verschärft Audits

21. August 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der oberste Datenschützer der Allianz bekommt Arbeit: Die Münchener Versicherung will nach der aktuellen Datenpanne ihre Qualitätsaudits "auf eine neue Basis stellen" und die Zahl der externen Ermittler verringern. Einer dieser Ermittler hatte der Financial Times Deutschland vertrauliche Kundendaten zugespielt.
CIO der Allianz ist Ralf Schneider.
CIO der Allianz ist Ralf Schneider.
Foto: Allianz

Die Allianz hat dieser Tage mehr Presse, als ihr lieb ist. Ein externer Partner des Münchener Versicherungskonzerns, der als Detektiv zur Abklärung von Versicherungsbetrugsfällen eingeschaltet worden war, hat der Financial Times Deutschland vertrauliche Daten zugespielt.

Ein Konzernsprecher sagte gegenüber cio.de, selbstverständlich gebe es auch bisher schon Qualitätsaudits in Sachen DatenschutzDatenschutz. Dieses sollten nun überprüft und "auf eine neue Basis gestellt" werden. Der Sprecher siedelte das Thema nicht nur bei der IT, sondern auch auf Vorstandsebene an. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Oberster Datenschützer der Versicherung ist der Rechtsanwalt Oliver Draf. In seiner Funktion als Group Privacy Officer der Allianz SE koordiniert er seit 2004 die Datenschutzaktivitäten der Gesellschaften der Allianz Gruppe. CIO der Gruppe ist Ralf Schneider.

Nicht nur der Datenschutz steht auf dem Prüfstand, sondern auch die externen Detektive. Die Allianz will künftig mit weniger Partnern zusammenarbeiten.