Schlusslicht RWE

Dax-Firmen mit mangelhaften Websites

21. April 2006
Von Tanja Wolff
Die Websites von mehr als der Hälfte der DAX 30 Unternehmen sind schlecht verfügbar. Laut einer Untersuchung des Website-Überwachungsdienstes Watchmouse stehen viele Websites für mehr als eine Stunde pro Monat nur schlecht oder überhaupt nicht zur Verfügung.
60 Prozent der Dax30-Websites fallen druchschnittlich zu oft aus.
60 Prozent der Dax30-Websites fallen druchschnittlich zu oft aus.

Die schlimmste Website war die von RWE, so die Analyse. Sie war fast drei Tage innerhalb eines Monats nicht verfügbar. Schlecht abgeschnitten hat außerdem Altana. Dieser Web-Auftritt fiel 22 Stunden und zehn Minuten lang aus.

Der Untersuchung zufolge wird eine Mindestverfügbarkeit von 99,9 Prozent als allgemein vertretbar angesehen. Der Prozentsatz wird auch in den meisten Service-Level-Agreement-Verträgen mit Providern festgesetzt.

Fünf Unternehmen schnitten bei der Studie fehlerfrei ab. Kein einziges Mal fielen die Seiten von Deutsche Telekom, Schering, Volkswagen, Hypo Vereinsbank und E.ON aus. 19 Unternehmen erreichten eine Verfügbarkeit unterhalb der 99,9 Prozent Marke, darunter auch bekannte Marken wie Daimler Chrysler, Lufthansa, Adidas und TUI.

"Bei einigen Websites waren die Betriebszeiten schlechter als bei vielen kleineren Unternehmen", sagt Mark Pors, Cheftechnologe bei Watchmouse. Das Ergebnis sei sehr überraschend, da gerade DAX-Unternehmen auf eine gelungene Selbstdarstellung achten sollten.