E-Post-Anbindung

De-Mail: Post verhandelt mit dem Innenministerium

12. Dezember 2013
Die Deutsche Post verhandelt mit dem Bundesinnenministerium über eine Anbindung ihres eigenen Dienstes E-Post an die De-Mail für sichere Kommunikation mit Behörden.

"Wir befinden wir uns in Gesprächen mit dem Innenministerium, die noch nicht abgeschlossen sind", erklärte die Post am Donnerstag. Von einem "Strategiewechsel" könne aber nicht die Rede sein. "Die E-Post ist seit Jahren sehr erfolgreich im Markt, in diesem Jahr erzielen wir einen Umsatz von 100 Millionen Euro." Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass die Post mit dem Innenministerium über
eine Zertifizierung der E-Post für die De-Mail verhandele.

Die De-Mail wird für die Versendung sensibler Daten an Behörden eingesetzt. Das ist im E-Government-Gesetz festgelegt. Die De-Mail ist ein spezieller E-Mail-Dienst, der derzeit von der Deutschen Telekom, dem Internetprovider 1&1 mit den Marken web.de und GMX sowie einer Tochtergesellschaft von Francotyp-Postalia angeboten wird.

Die Deutsche Post hat zwar viele Millionen in ihren eigenen E-Postbrief investiert, der entspricht aber nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die Post beharrte auf das eigene PostIdent-Verfahren zur Identifizierung von Nutzern. Dabei werden auch die Nummer des Personalausweises des Kunden gespeichert. Dies ist laut den Vorgaben für De-Mail aber untersagt.

Nach Informationen von heise.de denkt die Post im Streit um das PostIdent-Verfahren offenbar um, weil Großkunden überlegen sollen, auf De-Mail umzustellen. Auch Unternehmen können De-Mail einsetzten, wenn sie etwa Verträge elektronisch besonders sicher verschicken wollen. Die derzeitigen De-Mail-Anbieter Deutsche Telekom, 1&1 sowie Mentana Claimsoft planen laut heise.de erhebliche Rabatte für Großkunden, um die derzeit sehr niedrige Auslastung bei der De-Mail zu verbessern. (dpa/rs)

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